FPÖ fordert verstärkten Schutz für Christen in Asyl-Unterkünften

Christen werden in zahlreichen, vor allem islamischen Staaten massiv bedroht - und mittlerweile auch in österreichischen Asylunterkünften. Foto: geralt / pixabay.com
Christen werden in zahlreichen, vor allem islamischen Staaten massiv bedroht - und mittlerweile auch in österreichischen Asylunterkünften.
Foto: geralt / pixabay.com
22. Juli 2016 - 15:11

Der freiheitliche Bundesrat Michael Raml fordert verstärkten Schutz von Minderheiten in Asyl-Unterkünften: „Religionsfreiheit gilt nicht nur für Muslime, sondern auch für Christen. Falsch verstandene Toleranz ist hier völlig fehl am Platz!“

Raml bezieht sich auf die Mahnung durch die christliche Hilfsorganisation „Open Doors“. Demnach gebe es immer öfter „Hilferufe von christlichen Flüchtlingen bzw. anderen Minderheiten, die in unseren Flüchtlingsheimen bedrängt, schikaniert und eingeschüchtert werden, wobei es Frauen am härtesten trifft“, so Erhard Prugger von Open Doors Oberösterreich. Viele christliche Flüchtlinge würden darauf verzichten, Anzeige zu erstatten, um ihre Situation nicht weiter zu verschlimmern. Außerdem würden Anzeigen regelmäßig mit einer Flut von „Gegenanzeigen“ beantwortet.

 Wo ist die „christliche“ Volkspartei?

„Wo ist die ‚christliche‘ Volkspartei, wenn es darum geht, Christen vor Übergriffen zu schützen? Wie so oft, ist die ÖVP auf diesem Auge blind, nur um der selbst auferlegten ‚political correctness‘ zu entsprechen“, übt Raml heftige Kritik am Innenministerium, die für die Betreuung von Flüchtlingen zuständig ist.

Die Kritik wird auch vom Österreich-Geschäftsführer von Open Doors, Kurt Igler geteilt, mit dem Unzensuriert-TV für die aktuelle Ausgabe „Exodus der Christen – Flüchten oder sterben“ gesprochen hat. Er ortet in diesem Bereich auch Medienversagen. In Deutschland wurden von seiner Organisation dokumentierte Bedrohungen von Christen durch Muslime in Asylheimen heruntergespielt. Er vermutet, dass dies „schlecht in das Opfer-Täter-Schema passt, das bei uns in den Köpfen der Journalisten ist“. Es könne auch damit zusammenhängen, dass man keine religiösen Konflikte schüren und die „Willkommenskultur“ nicht gefährden wolle, vermutet Igler

Unzensuriert-TV: Exodus der Christen – Flüchten oder sterben

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