FPÖ-Wohnstadtrat lässt in Wiener Neustädter türkische Fahnen von Häusern entfernen

Dank FPÖ: Türkeifahnen in Wiener Neustädter Gemeindebauten unerwünscht! Foto: Arne List / wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Dank FPÖ: Türkeifahnen in Wiener Neustädter Gemeindebauten unerwünscht!
Foto: Arne List / wikimedia (CC BY-SA 2.0)
23. Juli 2016 - 12:00

Angesichts der „spontanen“ Sympathiekundgebungen für den türkischen Despoten Recep Tayyip Erdoğan greift der freiheitliche Vizebürgermeister und Wohnstadtrat Michael Schnedlitz in Wiener Neustadt energisch durch. Er hat die offenbar türkischstämmigen Mieter in Gemeindebauten aufgefordert, ihre Türkeiflaggen umgehend abzumontieren.

Gedankengut des Despoten hat bei uns nichts verloren

Nachdem auch in Wiener Neustadt mehrere Erdogan Sympathisanten türkische Flaggen aus dem Fenster oder vom Balkon gehängt haben, hat es dem freiheitlichen Wohnstadtrat gereicht: “Ich habe die Verwaltung beauftragt mit den Mietern in Kontakt zu treten, damit diese umgehend die türkischen Flaggen abnehmen. Der Großteil der Flaggen wurde entfernt“, so Schnedlitz in einer Pressemitteilung. “Dieses Gedankengut hat bei uns nichts verloren - Werbung dafür ist nicht tragbar“, stellt der FP-Vizebürgermeister klar. Die Entwicklung rund um die Türkei und deren Unterstützung in Wiener Neustadt lehne er kategorisch ab.

Flaggen entsprechen nicht der Hausordnung

Berufen kann sich Schnedlitz dabei auf die Hausordnung, da eine solche Beflaggung nicht der Regelung entspricht. So ist die von ihm beauftragte „Service und Technik“ bereits seit letztem Mittwoch dabei, mit den jeweiligen Bewohnern in Kontakt zu treten um die Flaggen abmontieren zu lassen. Der Großteil der Flaggen sei bereits entfernt, lässt der Wohnstadtrat wissen und ergänzt: „Andere reden - wir handeln“. Laut Schnedlitz ziehen bereits auch viele Wohngenossenschaften bei dieser Aktion mit.

Erdogan-Fans können gerne ausziehen

Für die betreffenden Mieter hat der freiheitliche Wohnstadtrat eine klare Botschaft. “Wer bei uns in einer Gemeindewohnung wohnen will, der hat unsere Regeln und unsere Werte zu akzeptieren. Wer Erdogan unterstützen will, kann gerne ausziehen. Wir haben ohnehin genug Personen auf der Warteliste, die eine Wohnung benötigen“.

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