Aleppo vor dem Fall: Letzter Gegenangriff von Islamisten bevor syrische Armee Stadt erobert

Ähnlich wie im irakischen Mossul, ist auch in der syrischen Islamisten-Hochburg Aleppo ein erbitterter Endkampf um die eingeschlossene Stadt entbrannt. Seit Wochen umzingeln syrische Regierungstruppen mithilfe Russlands die letzten verbliebenen Islamisten- und Aufständischen-Kampfeinheiten. Diese starteten nun einen wohl letzten Gegenangriff. Westliche System-Medien beweinen bereits den Untergang der "moderaten Opposition", die es in Wirklichkeit nie gab.

Fällt Aleppo, könnte Bürgerkrieg beendet werden

Die zweitgrößte syrische Stadt hat enorme strategische Bedeutung für den Bürgerkrieg. Sie ist die letzte große Bastion der islamistischen Rebellen in Syrien. Zu diesen gehören neben dem IS und der Al-Nusra Front auch andere kleinere Splittergruppen, die vom arabischen Golf, dem Westen und insbesondere den USA immer noch mit Waffen und Finanzmitteln versorgt werden. Die Stadt liegt zudem an der Kreuzung von Handelswegen und nimmt eine herausragende geopolitische Lage ein. Fällt sie wieder in die Hand der Regierung, könnte der Bürgerkrieg in Syrien rasch beendet und an einer diplomatischen Lösung gearbeitet werden, darin sind sich viele Experten einig.

Auch würde die Eroberung Aleppos, wo nur noch einige Distrikte unter der Kontrolle von "Rebellen" stehen, der indirekten Involvierung der Türkei in den Konflikt einen Riegel vorschieben. Die Regierung forderte mittlerweile alle Kämpfer in der Stadt auf, ihre Waffen niederzulegen. Auch ein Korridor zwecks einer humanitären Operation wurde den Bewohnern Aleppos durch die syrische Regierung zusammen mit russischen Militärs gewährt.

Islamisten wollen Belagerung durchbrechen

Wie die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" berichtet, haben Dschihadisten einen Großangriff auf den Belagerungsring der Regierungsarmee im Süden der Stadt gestartet. Es ist ein letzter Versuch der Islamisten, an Nachschub zu gelangen, da sie seit geraumer Zeit von Waffen- und Logistikversorgungen abgeschnitten sind.

Unklar bleibt aber weiterhin das Engagement anderer Truppen in dem Konflikt, wie etwa jenes der US-Spezialeinheiten, der Kurden und der NATO-Angehörigen. Rund zwei Drittel der Stadt werden bisher von syrischen Kurden kontrolliert. Mit ihnen muss sich nun die Regierungsarmee koordinieren, um die Stadt vollständig zu befreien.

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