Maueropfer-Friedhof Ebertstraße in Berlin-Tiergarten: Linke weinen bis heute dem “antifaschisten” Eisernen Vorhang nach.

Foto: Bild: Wikimedia / OTFW, Berlin / CC BY-SA 3.0
Tausend Todesopfer an innerdeutscher Grenze sind egal – Linke bedauern bis heute Mauerfall

Noch am 15. Juni 1961 beteuerte der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Walter Ulbricht, auf einer Pressekonferenz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Freilich, in der Nacht vom 12. auf den 13. August war es dann soweit, und der Mauerbau wurde begonnen. Bis zum Mauerfall vom 9. auf 10. November 1989 verloren an diesem Eisernen Vorhang quer durch die Deutsche Hauptstadt an die 250 Personen, die aus dem "Arbeiter- und Bauernparadies" flüchten wollten, ihr Leben. Insgesamt gab es an der gesamten innerdeutschen Grenze im Laufe der Jahre etwa tausend Todesopfer.

Glorifizierung von Stacheldraht und Schießbefehl

Von der Regionalgruppe Berlin-Lichtenberg des Kommunisten-Blättchens „RotFuchs – Tribüne für Kommunisten und Sozialisten in Deutschland“ und dem Antifa-Verein „Unentdecktes Land“ wird nun am 13. August, dem 55. Jahrestag des Mauerbaus, auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor eine Gedenkveranstaltung für diesen „antifaschistischen Wall“ abgehalten.

Als Argument für die Glorifizierung von Stacheldraht samt Schießbefehl dient den kommunistischen Veranstaltern die Fiktion, dass die Mauer eine "antifaschistische" Grenze gewesen sei, die nur deswegen gebaut wurde, damit nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehe. Und wenn diese noch heute stünde, gäbe es keine AfD und keine Pegida, „keine brennenden Unterkünfte für Geflüchtete und keine mehr als 200 von Faschisten getöteten Menschen seit 1990“.

Ebenso wird das Lob für die Mauer (samt Todeszone zwischen Hinterlandmauer und der an Westberlin angrenzenden Mauer) damit begründet, dass es in der DDR stets für alle gereicht und es somit keine Armut (und daher auch keinen Ausreisegrund) gegeben hätte.

"Geistig umnachtete Tiefflieger in einer Parallelwelt"

Die Landesvorsitzende der Berliner AfD, Beatrix von Storch, meinte, dass man normalerweise solche Aktionen linker Antifa-Gruppen für Satire halten würde. Freilich erkannte sie, was für eine Gefahr tatsächlich von solchen Personen ausgeht:

Allerdings: das geistige Niveau der brandschatzenden, mit faschistoiden Methoden agierenden, menschen- und demokratieverachtenden Antifa ist so tief, dass man denen alles zutrauen kann… Die sollten mal ein bisschen am Hochofen oder im Bergwerk arbeiten oder überhaupt einfach etwas arbeiten. Das brächte frischen Wind um deren Ohren, zwischen denen im Moment einfach nur Durchzug herrscht.

Auch seien die selbsternannten Antifaschisten ein „erbärmlicher Haufen von geistig umnachteten Tieffliegern, die in einer staatlich subventionierten Parallelwelt leben“, meinte die Politikerin zur Wochenzeitung Junge Freiheit.

Stasi unterdrückte Land flächendeckend

Eine weitere scharfe Kritik an dieser sogenannten Gedenkveranstaltung kam auch vom Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (untergebracht in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR), Hubertus Knabe. Für ihn ist diese Aktion ein Skandal:

Die Behauptung, durch die Mauer hätte es in der DDR keine AfD und keine Pegida gegeben, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Dass es in der DDR keine unabhängigen Demonstrationen und Parteien gab, lag schlicht und einfach daran, dass die Stasi das Land flächendeckend unterdrückte. Gott sei Dank ist das seit 27 Jahren vorbei.

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