BP und andere Erdöl-Konzerne beklagen bis zu 70 Prozent Gewinn-Einbußen durch den niedrigen Ölpreis.

Foto: Bild: Holger.Ellgaard / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Anhaltender Preisverfall setzt internationale Öl-Konzerne zunehmend unter Druck

Die internationale Preisentwicklung auf den Rohöl-Märkten bringt viele Erdöl-Konzerne unter Druck. Die Erdöl-Branche, die auf Wachstum und Preissteigerungen ausgerichtet ist, befindet sich gegenwärtig auf dem Rückzug. So fährt der Konzern British Petrol (BP) seine laufenden Investitionen im Wirtschaftsjahr 2016 massiv zurück.

Grund dafür ist ein massiver Gewinneinbruch von 45 Prozent, wodurch BP im zweiten Quartal "lediglich" 720 Millionen Dollar als Überschuss erwirtschaften konnte. Bereits 2015 gingen die Gewinne gegenüber den Prognosen massiv zurück, weshalb BP rund zehn Prozent seiner weltweit 80.000 Mitarbeiter abbauen musste.

Shell und Total ebenfalls vom Preisverfall betroffen

Neben BP sind auch die Konzerne Shell und Total von dieser negativen Marktentwicklung betroffen. Bei Shell macht der Gewinnrückgang gar 70 Prozent im Quartalsvergleich zu 2015 aus, bei Total wurden 30 Prozent Gewinnrückgang im zweiten Quartal 2016 registriert.

Mit dem Preisverfall geht auch eine massive Reduktion von Investitionen in neue Fördergebiete Hand in Hand. Deshalb können sich vor allem Umweltschützer freuen: Die teure Erschließung neuer Erdölquellen durch die umstrittene Fördermethode Fracking verliert weiter an Attraktivität für die internationalen Konzerne.

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