AfD-Vorsitzende Frauke Petry setzt sich für eine funktionierende Abschiebungspolitik ein.

Foto: Bild: metropolico.org / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Frauke Petry: “Bundesamt für Migration” sollte zu Rückwanderungs-Behörde werden

„Bislang gab es 2016 gerade einmal 13.743 Abschiebungen, das ist lächerlich angesichts hunderttausender illegaler Migranten, die in Deutschland sind.“ – Mit diesen Worten kritisierte die Parteisprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, die völlig verfehlte Migrationspolitik ihres Heimatlandes.

Abschiebungen im großen Stil durchführen

Ebenso müsse man sich von dem Flüchtlings-Abkommen mit der Türkei verabschieden und endlich beginnen, so Petry weiter, Abschiebungen jener Personen, die sich illegal im Land aufhalten, im großen Stil durchzuführen.

Zwei geschützte Inseln

Kurz vor dem heute, Sonntag, stattfindenden Konvent ihrer Partei fordert Frauke Petry, dass das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) in eine „Rückwanderungsbehörde“ umgewandelt wird. Diese Behörde soll dann die Aufgabe haben, illegale Migranten und abgelehnte Asylwerber auf zwei von der UN geschützte Inseln außerhalb Europas zu bringen.

Um Frauen vor Übergriffen zu schützen, sollen alleinreisende Männer von Frauen beziehungsweise Familien getrennt untergebracht werden. Frauke Petry wörtlich: „Das ist kostengünstiger und vor allem für die Frauen sicherer als die aktuelle Praxis.“

Auch in Australien wird auf Inseln abgeschoben

Möglicherweise orientiert sich Frauke Petry bei ihrem Vorschlag an die gängige Praxis Australiens. Dort werden Personen, die versuchen, illegal ins Land einzudringen, von der Küstenwache bereits am Meer abgefangen und auf zwei Inseln gebracht (auf den Inselstaat Nauru und die Insel Manus vor Papua-Neuguinea), wo sie genauso vor Verfolgung oder etwaigem Bürgerkrieg sicher sind. Dass diese Personen dort freilich nicht mit europäischen Willkommenskultur- und Mindestsicherungs-Standards bedacht werden, sondern nur Kost und Logis erhalten, wird von gutmenschlichen Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

Bürger müssen nicht für verfehlte Asylpolitik aufkommen

Frauke Petry wurde im Zusammenhang mit ihrem Vorschlag (wohl weil es en vogue ist, zu versuchen, AfD-Politiker aufs Glatteis zu führen) auch gefragt, ob sie persönlich einen Flüchtling aufnehmen würde, und antwortete so: „Bürger müssen nicht privat für die verfehlte Politik der Bundesregierung aufkommen, die illegale Migranten mit falschen Versprechungen in dieses Land gelockt hat.“

Freilich wäre es schon interessant, zu wissen, wieviele Politiker von rotschwarzgrün in Deutschland (oder Österreich) einen Flüchtling privat bei sich beherbergen.

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