Deutsche und Ladiner könnten in Südtirol bald Minderheit im eigenen Land sein, weil Migranten Italiener werden (Bild: Drei Zinnen bei Sexten).

Foto: Bild: Wikimedia / Andrea Schieber / CC BY-SA 2.0
Hohe Zuwanderung von Migranten nach Südtirol führt zu stärkerer Italianisierung des Landes

Gegenwärtig setzt sich die Bevölkerung von Südtirol (ca. 521.000 Einwohner) aus etwa 62 Prozent Deutschsprachigen, 23 Prozent Italienischsprachigen und rund 4 Prozent Ladinern zusammen, der Rest von etwas mehr als 10 Prozent sind Einwanderer aus aller Herren Länder.

Doch auch Südtirol ist derzeit mit einer nicht enden wollenden Zuwanderungsrate konfrontiert, zumal dieses ehemals zu Österreich gehörige Gebiet zu den reichsten Provinzen Italiens zählt.

Anteil der italienischen Sprachgruppe steigt durch Migranten

Und gerade die Tatsache der ausufernden Migration alarmiert die Partei „Süd-Tiroler Freiheit – Freies Bündnis für Tirol“. Denn durch die hohe Einwanderungsrate wird auch der Anteil der italienischen Sprachgruppe steigen, was verheerende Folgen für die deutsche und die ladinische Volksgruppe haben wird.

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht das Überleben der beiden autochthonen Volkgruppen Deutsch-Tiroler und Ladinisch-Tiroler (Italiener sind hauptsächlich in der faschistischen Ära Mussolinis angesiedelt worden, während man Deutschstämmige ins Reich übersiedelte) ernsthaft bedroht, weil sich die Ausländer mehrheitlich in die italienische Sprachgruppe eingliedern, was statistische Daten bestätigen.

"Fünf vor zwölf" für Deutsche und Ladiner

Dadurch wird die wichtigste Säule der Autonomie Südtirols, der Proporz, untergraben. Der ethnische Proporz Südtirols garantiert die Vergabe von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst und die Verteilung von öffentlichen Sozialleistungen und von Budgetmitteln jeder Sprachgruppe anteilig ihrer Sprecher. Das heißt, wenn die Zahl der Italienischsprachigen steigt, sinkt auch der Anteil der öffentlichen Mittel für Deutsche und Ladiner. So ist es für die Süd-Tiroler Freiheit mittlerweile: „fünf vor zwölf!“

Fruchtbarkeit der Ausländerinnen statistisch erfasst

Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) kommt zu folgendem Schluss: „Da Ausländerinnen eine relativ hohe Fruchtbarkeit an den Tag legen, werden die künftigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund zahlenmäßig beträchtlich zulegen.“ Sobald dann ein Elternteil eingebürgert wurde, erhalten sie dann gleich alle die italienische Staatsbürgerschaft.

Dass diese Einbürgerungen rasant steigen, zeigt das Landesleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, Stefan Zelger, auf: „Alleine in den Jahren von 2011 bis 2015 wurde rund 3.000 Nicht-EU-Ausländern in Süd-Tirol die italienische Staatsbürgerschaft verliehen. Eine Steigerung von mehr als 340 Prozent in nur fünf Jahren!“

Ausländer von heute sind Italiener von morgen

„Die Daten zeigen auch deutlich, dass sich die Mehrheit der Ausländer in die italienische Sprachgruppe eingliedert“, erklärt der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer: „Sie leben hauptsächlich in den Städten, vor allem in Bozen, und dementsprechend gehen ihre Kinder in die italienischen Schulen. Die Ausländer von heute sind die Italiener von morgen! Durch diese unkontrollierte Einwanderungswelle wird nicht nur der Proporz zu Ungunsten der Süd-Tiroler verschoben, sondern auch das sprachlich-kulturelle Überleben der Süd-Tiroler langfristig gefährdet!“

Appell zur Rettung eines deutschen und ladinischen Südtirols

Daher befürchtet die Süd-Tiroler Freiheit, dass sich mit der anhaltenden Migrationswelle die Situation weiter verschärft und potenziert. Und aus diesem Grund richtet sie einen eindringlichen Appell an die Südtiroler Landesregierung unter Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP).  

Wenn nicht bald gesetzliche Bestimmungen geschaffen werden, um die Einwanderung zu begrenzen und die in Süd-Tirol lebenden Ausländer ganz gezielt in die deutsche und ladinische Sprachgruppe zu integrieren, wird es für Süd-Tirol ein schlimmes Erwachen geben. Wenn wir nicht irgendwann als Minderheit im eigenen Land enden möchten, müssen wir sofort handeln!

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