Journalist Fleischhacker führt im ORF Weltverbesserer Ziegler und Blaha vor

Journalist Michael Feischhacker zerpflückte im ORF die Gutmenschen-Sätze von Barbara Blaha und Jean Ziegler. Foto: screenshot ORF/ Stöckl /TVthek
Journalist Michael Feischhacker zerpflückte im ORF die Gutmenschen-Sätze von Barbara Blaha und Jean Ziegler.
Foto: screenshot ORF/ Stöckl /TVthek

Im faden ORF-Sommerprogramm lieferte ausgerechnet eine Wiederholungssendung von "Stöckl." einen Höhepunkt im Fernsehen. Dort gerieten die Weltverbesserer Jean Ziegler (Globalisierungskritiker) und Ex-ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha mit dem früheren Chefredakteur der Presse und heutigen Journalisten der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ), Michael Fleischhacker, derart in die Haare, dass Ziegler sich sogar zu dem Satz hinreißen ließ:

Spekulanten gehören aufgehängt.

Börsenspekulation bei Grundnahrungsmittel

Ziegler benannte die Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel als Hauptübel der Hungersnot auf der Welt. Dem widersprach Journalist Fleischhacker entschieden:

Jeder, der einigermaßen die ökonomischen Grundlagen kennt, weiß, dass erstens die Börsenspekulation an den Nahrungsmittelpreisen im letzten Jahrzehnt einen relativ geringen Anteil hat, sondern die Nachfrage einen weit größeren Anteil hat, und zweitens, wenn Sie sagen, Spekulation auf Grundnahrungsmittel soll verhindert werden, passiert genau gar nichts.

Bauern vor Missernte und Hungertod retten

Fleischhacker klärte Ziegler und die anderen Gäste bei Barbara Stöckl dann noch auf, dass die Spekulation auf Lebensmittel von gutmeinenden schottischen Geldleuten ausgegangen sei. Diese wollten nämlich die Bauern vor Missernte und Hungertod retten, indem sie den Landwirten die Waren zu Aktien und Fixpreisen abkauften.

Es war erfrischend zu sehen, dass ein Intellektueller wie Fleischhacker diesen Weltverbesserern a la Ziegler einmal paroli bot. Mit einfachen Erklärungen, statt mit populistischen Gutmenschen-Sätzen, die Jean Ziegler laufend in die Runde warf, etwa diesen, dass die Marktwirtschaft ein kannibalistisches System sei. Solchen Phrasen und dem Selbstanspruch, zu wissen, wie man die Welt besser machen könne, hielt Fleischhacker entgegen, dass das Zeichnen von apokalyptischen Szenarien auf dem Planeten, "wo dann einer drin sitzt, der weiß, wie es geht", bei ihm kein Wohlbefinden auslöse.

Bereit, für Ideen zu morden

Und als Ziegler sagte, "Spekulanten gehören aufgehängt", wurde Fleischhacker in seiner These sogar bestätigt. Er sagte Richtung Ziegler:

Wer bereit ist, für seine Ideen zu morden, hat sich ja eh ganz gut geoutet und zeigt seine Geisteshaltung.

Seine Ideen mit Hilfe von Gewalt durchzusetzen, befand Globalisierungskritiker Ziegler dann auch durchaus legitim. Man habe schon in der französischen Revolution mit Anwendung von Gewalt die Freiheit erkämpft, so Ziegler, der auch Che Guevara zitierte, der meinte, Freiheitsraum erkämpfen zu müssen. Auf die Frage von Fleischhacker, was denn die Dschihadisten, den IS, von Che Guevara unterscheide, bekam er dann keine Antwort.

Stattdessen meldete sich die frühere Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft für den roten VSStÖ, Barbara Blaha, zu Wort und meinte:

Niemand muss in Österreich zur Waffe greifen, um seine Meinung zu artikulieren.

Da irrt Frau Blaha gewaltig. Denn jedes Jahr greifen Linksextreme zu Waffen (Steine, Messer usw.) und verwüsten vermummt die Innenstadt von Wien, um ihre Ablehnung gegen den Akademikerball in der Hofburg zu demonstrieren. Da werden unbeteiligte Menschen verletzt, gewaltige Sachbeschädigungen angerichtet. Und alles nur, um Burschenschaftern die Freiheit eines Ballvergnügens zu vermiesen.

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