Zum Abschied wünscht sich Flüchtlingskoordinator Konrad noch mehr Asylanten in Österreich

Konrad & Fischler haben gut lachen, denn sie gehören als ehemalige Banker und Politiker nicht zu den „Wir“ Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Konrad & Fischler haben gut lachen, denn sie gehören als ehemalige Banker und Politiker nicht zu den „Wir“
Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
22. August 2016 - 15:33

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Beinah hätte man (oder möglicherweise hat er es sogar selbst kurzzeitig) vergessen, dass Christian Konrad noch bis 30. September 2016 als "Flüchtlingskoordinator" der Bundesregierung dieser sein vielgerühmtes Organisationstalent zur Verfügung stellt.

Kommentar von Unzensurix

Jedenfalls rechtzeitig – bevor irgendjemand auf die irrige Idee kommt, dass seine Koordinationstätigkeit eher für die Katz' war – meldet sich der ehemalige Aufsichtsratspräsident der Raiffeisen-Zentralbank Österreich AG und gewesener Landesjägermeister von Niederösterreich zu Wort, um mit mahnenden Worten darauf hinzuweisen, dass die Fokussierung auf die Obergrenze von 37.000 Asylverfahren für das Jahr 2016 „zu kurzsichtig“ ist.

Blick auf Integration ist besser als Zaun

Er meint dann weiter, „Wenn wir während des Asylverfahrens bereits die Integration im Blick haben, trägt das mehr zur Sicherheit bei als alle Zaun- und Abschreckungs-Kampfrhetorik“, denn seiner Meinung nach – und da geht er völlig mit der großen Mutti Merkel d’accord – sind die Herausforderungen zu bewältigen, auch wenn mehr und mehr hereinkommen.   

Nichts als Plattitüden

Wie das trotzdem gehen soll, erläutert er mit der Binsenweisheit, dass die Quartierfrage (also wohin zuerst mit den Asylwerbern) zunehmend zur Wohnraumfrage (wohin dann mit den anerkannten Flüchtlingen) wird. Formuliert hat das Herr Konrad dann so: „Denn für Flüchtlinge brauchen wir zuerst Quartiere während des Asylverfahrens, und für Asylberechtigte brauchen wir Startwohnungen. Die Zeit drängt. Wir brauchen alle Energie, um hier Lösungen zu finden. Gerade die Städte sind hier gefragt.“

Aha?! Also um die Herausforderungen zu bewältigen, Lösungen zu finden und Quartiere für noch und noch Wirtschaftsmigranten bereitzustellen, brauchen wir alle Energie.

Wer sind "Wir"?

Nur stellte sich leider diese Frage, wer sind jetzt diese „Wir“? Die Herren Konrad, Kern, Mitterlehner und Kurz inklusive diverser Damen und Herren, die seit Jahren die Möglichkeit gehabt hätten, in dieser Asylkrise etwas zu unternehmen ? Oder sind diese „Wir“ dummerweise wir alle, denen die ganze Malaise von der Politik der offenen Grenzen mit der ausufernden Kriminalität straffälliger Asylwerber und der Überbelastung des Sozialsystems von auf beiden Augen (bewusst oder unbewusst) blinden Politikern eingebrockt worden ist?

Was war die Aufgabe des Flüchtlingskoordinators?

Zwar hat Herr Konrad noch weitere Vorschläge, wie Österreich mit den Asylwerbern umgehen sollte, auf Lager, etwa raschere Asylverfahren oder die Erleichterung zum Zugang für gemeinnützige Tätigkeiten. Aber alles in allem ist durchaus herauszuhören, dass er wohl selbst keinen blauen Dunst hatte, was seine Aufgabe als Flüchtlingskoordinator gewesen ist.

Wenigstens kann er nun seiner Biographie nun dieses ehrenhafte Gschaft´l „Flüchtlingskoordinator“ zufügen und sich ab dem 1. Oktober neuen, hochtrabenden Aufgaben widmen.

Die Blöden sind wir Österreicher

Denn mit „wir“ hat Herr Konrad sich selbst höchstwahrscheinlich weniger gemeint, denn die Blöden sind wir Österreicher, die diesen ganzen Irrsinn in den nächsten Jahren ausbaden können.

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