Wieder Tausende aus Mittelmeer gerettet: Italien betätigt sich weiter als Schlepper Europas

Italien betätigt sich seit Jahren großzügig als Schlepper für "Bootsflüchtlinge", die wenig später in Österreich landen. Foto: blu-news.org/wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Italien betätigt sich seit Jahren großzügig als Schlepper für "Bootsflüchtlinge", die wenig später in Österreich landen.
Foto: blu-news.org/wikimedia (CC BY-SA 2.0)
29. August 2016 - 14:30

Der italienische Staat betätigt sich weiterhin großzügig als Schlepper tausender Migranten aus Nordafrika. Nachdem die Balkan-Route zusehends unattraktiv wird, wagen es immer mehr "Flüchtlinge" über das Mittelmeer.Nicht zuletzt, weil Italiens Küstenwache nicht nach Libyen rückschiebt, sondern Aufgegriffene auf das europäische Festland bringt.

Wieder 1.100 Migranten nach Europa geschleppt

Vergangenes Wochenende fischte die italienische Küstenwache wieder mehr als 1.000 Bootsflüchtlinge aus dem Meer. In der Straße von Sizilien wurden die Migranten aus Nordafrika von acht Schlauchbooten, zwei Kähnen und einem großen Transportboot auf das italienische Festland gebracht. Aus welchen Ländern die illegalen Einwanderer stammen, wollten die italienischen Behörden nicht verlautbaren.

Illegale Einwanderer ziehen weiter, weil sie keiner daran hindert

Man kann jedoch davon ausgehen, dass Italien die Migranten weiter in Richtung Norden, also auch Österreich, ziehen lässt. Bereits in der Vergangenheit agierte die italienische Regierung so. Etwa, als hunderte "Flüchtlinge" einfach Polizeisperren in Richtung Frankreich durchbrechen konnten. Insgesamt kamen dieses Jahr weit über 100.000 Migranten über das Mittelmeer nach Italien, so die offiziellen Zahlen.

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