Asylwerber: Lehrlingsausbildung ist laut AMS österreichweiter Mega-Flop

Endstation AMS: Küchenausbildungsplätze für Asylwerber bleiben zunehmend leer. Foto: Griselda21 / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Endstation AMS: Küchenausbildungsplätze für Asylwerber bleiben zunehmend leer.
Foto: Griselda21 / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
30. August 2016 - 9:00

Der von SPÖ und ÖVP hochgelobte Versuch einer Lehrlingsausbildung für Asylwerber gerät zum österreichweiten Mega-Flop. Ein Großteil der Lehrlinge geben ihre Ausbildung vorzeitig wieder auf oder landen in Folge als Kunden des Arbeitsmarktservice (AMS) in der Arbeitslosigkeit. Eine Anfragebeantwortung von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) an den FPÖ-Abgeordneten Peter Wurm liefert den Beleg für ein gescheitertes Experiment:

Nur 420 Asylwerber in Ausbildungsprogramm

Seit 2012 nahmen insgesamt nur 420 Asylwerber an diesem Ausbildungsmodell teil. 2016 waren nur noch 213 dieser Lehrlingsbeschäftigungs-Bewilligungen für Asylwerber aufrecht - und nur 199 Lehrlinge standen auf dieser Grundlage in Beschäftigung. Gleichzeitig waren 184 Lehrlingsbeschäftigungs-Bewilligungen für Asylwerber ruhend gestellt. 55 Asylwerber, die durch die Lehre einen Arbeitslosengeldbezug erworben hatten, nahmen diesen in Anspruch. Gegenwärtig beziehen immer noch 24 dieser 55 Asylwerber Arbeitslosengeld vom AMS.

124 Asylberechtigte nach Lehre sind ebenfalls arbeitslos

Damit nicht genug, setzt sich diese Entwicklung auch bei anerkannten Flüchtlingen weiter fort. Auch Asylberechtigte, die eine Lehre absolviert haben, stehen am Schalter des AMS und belasten dadurch die heimischen Sozialbudgets. So waren etwa im ersten Quartal 2015 ganze 124 Asylberechtigte mit österreichischem Lehrabschluss ohne Beschäftigung. Viele dieser Personen landen wiederum in den AMS-Schulungsprogrammen.

Allein zwischen Juli 2015 und 2016 hat die Anzahl der Ausländer dort um 26,7 Prozent zugenommen. Gegenwärtig sind bereits 36 Prozent der Schulungsteilnehmer Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit. 

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