VdB-Wahlkampf: Verlogene Heimat-Kampagne mit deutschen und slowakischen Helfern

Van der Bellen lässt seine Plakate offenbar von ausländischen Firmen aufstellen. Dieses Foto wurde in Waidhofen an der Thaya aufgenommen. Foto: zVg
Van der Bellen lässt seine Plakate offenbar von ausländischen Firmen aufstellen. Dieses Foto wurde in Waidhofen an der Thaya aufgenommen.
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Da staunten die Passanten in Waidhofen an der Thaya im niederösterreichen Waldviertel nicht schlecht: Ausgerechnet eine deutsche Firma stellte vorige Woche die Wahlkampfplakate für Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen auf. Der Klein-Lkw mit dem bayerischen Kennzeichen „DON“ für den Landkreis Donau-Ries transportierte die übergroßen Plakate mit einer Österreich-Fahne, dem Konterfei des Kandidaten und der Aufschrift „VERNÜNFTIG ENTSCHEIDEN“ von Ort zu Ort. Der 72-Jährige, der vorgibt, plötzlich Heimatverbundenheit entdeckt zu haben, und derzeit am liebsten auf Trachten-Festen auf Stimmenfang geht, lässt also nicht heimische Unternehmen von seiner politischen Arbeit profitieren, sondern ausländische.

Van der Bellen: „Österreich hat vielen Heimat gegeben“

Für die Linken war der Begriff „Heimat“ nie etwas Positives. Falter-Chefredakteur Florian Klenk, der immer gerne in Fernsehsendungen moralisierend auftritt, sagte in der ORF-Sendung von Barbara Stöckl sinngemäß: Das Wort „Heimat“ sei doch eher ein Begriff der Rechten geworden und man müsse vorsichtig sein, ihn zu verwenden.

Alexander Van der Bellen selbst dürfte die traditionelle Botschaft in seiner ersten Kampagne dann wohl auch zu konservativ ausgefallen sein. Zum Slogan „Heimat braucht Zusammenhalt“ meinte der ehemalige Grünen-Chef in der Presse fast schon korrigierend: „Österreich hat vielen Heimat gegeben.“

In Wels sind Slowaken für Van der Bellen im Einsatz

Während in Waidhofen an der Thaya offensichtlich ein deutsches Unternehmen für das Plakataufstellen zuständig war, wurde die Arbeit in Wels an eine slowakische Firma ausgelagert. In der Negrellistraße fotografierte ein Passant einen Arbeiter, der VdB-Dreieckständer aus einem Kleinbus mit slowakischem Kennzeichen holte und diese am Straßenrand aufstellte.

Plakatfirma

Ankündigungspolitiker wie Kern und Kurz

Mit der Beauftragung deutscher respektive slowakischern Firmen für das Plakataufstellen hat sich die Heimat-Kampagne von Van der Bellen endgültig als verlogen entpuppt. Wer sich wirklich um die Heimat und seine Bürger sorgt, schaut auch, dass die Arbeitsplätze im Land bleiben und gesichert sind.

Aber der Konkurrent von Norbert Hofer am 2. Oktober reiht sich mit seinen plakativen Aussagen nahtlos in die Riege der Ankündigungspolitiker Christian Kern (SPÖ) und Sebastian Kurz (ÖVP) ein. Sowohl der Bundeskanzler als auch der Außenminister haben sich im Sommer mit Ankündigungen zur Flüchtlingspolitik und zur Vollverschleierung regelmäßig gegenseitig rechts überholt. Doch an der Umsetzung hapert es, obwohl SPÖ und ÖVP im Parlament über eine absolute Mehrheit verfügen. Ihnen und Alexander Van der Bellen sei ein weiser Satz des österreichischen Dichters und Schriftstellers Karl Heinrich Waggerl ins Stammbuch geschrieben:

Was du sagst, verweht im Wind. Nur was du tust, schlägt Wurzeln.

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