Greenpeace war schneller: SPÖ kann CETA-Umfrage schon abblasen! | Unzensuriert.at

Greenpeace war schneller: SPÖ kann CETA-Umfrage schon abblasen!

Christian Kern und Georg Niedermühlbichler können ihre SPÖ-Umfrage zu TTIP und CETA schon wieder abblasen. Eine Umfrage hat nämlich Greenpeace schneller in Auftrag gegeben. Foto: Unzensuriert.at
Christian Kern und Georg Niedermühlbichler können ihre SPÖ-Umfrage zu TTIP und CETA schon wieder abblasen. Eine Umfrage hat nämlich Greenpeace schneller in Auftrag gegeben.
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6. September 2016 - 11:30

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Die SPÖ könnte ihre groß, samt Kampagne, beworbene Umfrage zum Handelsabkommen CETA defacto gleich wieder absagen. Eine OGM-Umfrage im Auftrag von Greenpeace hat SPÖ-Chef Christian Kern und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Österreicher gegen CETA und TTIP

Die nun veröffentlichte Pressemeldung offenbart ohnehin, dass es in Österreich keine Mehrheit zum CETA-Abkommen gibt. Nur sechs Prozent der Befragten sprechen sich klar für CETA aus. Noch weniger, nämlich vier Prozent, wünschen sich TTIP. Klar abgelehnt wird TTIP mit 62 Prozent, 30 Prozent hat noch keine Meinung dazu. Bei CETA allerdings sind es 54 Prozent, die noch keine Entscheidung getroffen haben.

Auch ÖVPler mehrheitlich gegen TTIP und CETA

Befragt wurde sogar nach Parteienpräferenz. Bei den Anhängern beider Regierungsparteien SPÖ und ÖVP ist die Ablehnung von CETA und TTIP eindeutig größer als die Zustimmung, heißt es in der Aussendung. ÖVP-Sympathisanten sind mit 64 Prozent gegen TTIP, zehn Prozent dafür. Für CETA sprechen sich nur 14 Prozent der ÖVP-Anhänger aus, 32 Prozent sind dagegen, der Rest unentschlossen.

IV schwärmt von CETA

Und dennoch, es gibt sie, die Befürworter. In Form der Industrieellenvereinigung (IV). Via Pressedienst wird CETA als "kluges Abkommen" beworben. Das Abkommen CETA sei nun sechs Jahre lang verhandelt und ein Jahr nachverhandelt worden – jeweils mit Zustimmung Österreichs unter Einbindung aller Ministerien und Sozialpartner. Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass das Abkommen nun einen Monat vor Vertragsunterzeichnung ohne neuen Sachverhalt grundsätzlich hinterfragt werden, heißt es von Seiten der IV.

Die OGM-Umfragen wurden in zwei PDFs veröffentlicht. Die Links sind anbei:

PDF1

PDF2

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