Die aufwendig sanierte Linzer Altstadt galt lange Zeit als „befriedet“ – jetzt prügeln sich dort Migranten mit LASK-Fans.

Bild: Michael Kranewitter / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Wird Linz zu Bautzen? – Nach neuerlicher Schlägerei in der Altstadt rüstet Polizei auf

Die Nachrichten aus Linz gleichen denen aus dem ostsächsischen Bautzen: Nachdem es in der Nacht auf Samstag erneut eine wüste Schlägerei zwischen Fußball-Rowdies und Migranten in der Linzer Innenstadt gegeben hatte, will die Polizei nun verstärkt Präsenz zeigen. Wie Landespolizeidirektor Andreas Pilsl den Oberösterreichischen Nachrichten verrät, sollen die Streifendienste im Fall eines Alarms von bisher zwei auf künftig vier bis sechs Mann verstärkt werden. Darüber hinaus sollen szenekundige Beamte wieder intensiver mit den Fan-Beauftragten des Linzer Fußballklubs LASK zusammenarbeiten.

Betrunkene Fußball-Rowdies wollten in Migranten-Nachtklub

Nachdem sie den 3:1 Sieg ihres Klubs gegen Lustenau gefeiert hatten, zogen sichtlich angeheiterte und teils halbnackte LASK-Anhänger gegen vier Uhr Früh zum „Club VIP“ in der innerstädtischen Badgasse, in dem vor allem Afghanen und Iraker verkehren. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten weiter berichten, wurden sie vom Türlsteher abgewiesen, woraus sich heftige Wortgefechte ergaben.

Asylanten und LASK-Fans lieferten sich blutige Schlägerei

Als Lokalgäste dem Türlsteher zu Hilfe eilten, eskalierte die Lage rasch, ähnlich wie schon am Samstag zuvor: Insgesamt rund 30 Personen schlugen mit Fäusten, Flaschen, Gürteln und sonstigen „Waffen“ wüst aufeinander ein. Währenddessen rief der Türlsteher zwar die Polizei, die zwei Mann der Streife konnten aber selbst mit Pfefferspray nichts gegen die ineinander verbissenen Kontrahenten-Gruppen ausrichten.

Erst 20 Polizisten konnten die Gegner trennen

Insgesamt zehn Funkstreifen waren nötig, um die Streithähne zu trennen, die meisten liefen davon. Wie viele Leute wie schwer verletzt wurden, ist deshalb noch völlig unklar. Tatsächlich registriert wurde ein  LASK-Rowdie mit einem Schnitt von der Schulter bis zur Hüfte, ein Kollege von ihm erlitt einen Nasenbeinbruch, ein Migrant einen Schnitt an der Hand.

LASK-Sprecher bestreitet Ausländerfeindlichkeit unter Fans

Der ehemalige Fan-Beauftragte des LASK, Gerald Groß, beeilte sich sofort hellseherisch zu betonen, dass „diese Leute zwar einen LASK-Schal umgehängt hatten, aber sicher keine Mitglieder des Fan-Klubs sind“. Den Anhängern Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen, sei „widersinnig“, da es ja unter den LASK-Spielern auch einige mit Migrationshintergrund gebe.

Vielleicht unterscheiden die Fans einfach nur zwischen aktiven Fußballern und nachtaktiven Asylwerbern, die bis in der Früh in Innenstadt-Lokalen herumhängen und nur darauf warten, sich mit Einheimischen zu schlägern.

Polizeichef will Altstadt verstärkt kontrollieren lassen

Polizeichef Pilsl jedenfalls meint, „wir haben sie am Radar“. Die Polizeistreifen sollen nicht nur personell verstärkt werden, sondern auch öfter in der Altstadt unterwegs sein. Eine Schuldfrage will Pilsl nicht beantworten: „Zu solchen Raufereien gehören immer zwei Gruppen.“

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