Krems: Organsierte Bettler mit Hunden werden Fall für den Tierschutz

Allzu gut schlafende Bettlerhunde lassen den Einsatz von Betäubungsmitteln vermuten - ein Verbot könnte Abhilfe schaffen. Foto: Tiia Monto / Wikimedia(CC-BY-SA-4.0)
Allzu gut schlafende Bettlerhunde lassen den Einsatz von Betäubungsmitteln vermuten - ein Verbot könnte Abhilfe schaffen.
Foto: Tiia Monto / Wikimedia(CC-BY-SA-4.0)
28. September 2016 - 8:57

Das expandierende Bettlerunwesen in Niederösterreich wird nun auch zu einem Fall für den Tierschutz. Vor allem die Stadt Krems ist immer häufiger mit dem Problem des Bettelns mit Hunden konfrontiert. Viele Bettler führen Hunde mit sich, um sich so das erweiterte Mitleid der vorbeigehenden Bürger zu erschleichen.

Neuer Bettler-Schmäh: Mitleid mit armem Hunderl

Jetzt ist ein begründeter Verdacht aufgetreten: Viele Hunde, die oft stunden- und tagelang fast regungslos an der Seite der organisierten Bettler ausharren (müssen), könnten mit Schlaf- und Beuruhigungsmitteln vollgestopft sein, um so diesen artwidrigen Zustand überhaupt mitzumachen.

Die Leiterin des Tierheims in der Krems, Nina Zinn-Zinnenburg, berichtet, dass Hunde, die von Bettlern aus diversen Gründen zurückgelassen wurden, oft tagelang schlafen. Es gäbe zwar noch keine Untersuchungsergebnisse, aber vieles deute auf eine medikamentöse Ruhigstellung hin.

Tierschützer: Bettelverbot mit Hunden gefordert

Vor diesem Hintergrund fordern nun niederösterreichische Tierschützer ein weitergehendes Bettelverbot, das sich gegen Bettler richtet, die Hunde mit sich führen. Erst letzte Woche war ein sektorales Bettelverbot im niederösterreichischen Landtag beschlossen worden, das die Gemeinden zu einem weiterreichenden Durchgriff gegen das Bettlerunwesen ermächtigt. Auch eine Bettler-Datenbank ist vorgesehen, die gegen das Bandenunwesen und das gewerbsmäßige Betteln gerichtet ist. Eine neuerliche Novelle könnte in Zukunft nun auch das Betteln mit Tieren dauerhaft untersagen. 

Punks als Erfinder des Hundebettelns

"Erfinder" des Hunde-Bettelns dürften übrigens die Punks sein, die trotz angeblich leerer Geldbörsen immer große (sprich: teure) Hunde zum Schnorren und Herumlungern mit dabei haben - wobei der Schäh dort so läuft, dass die Hunde vielfach die selben, die begleitenden Bettler/Schnorrer sich aber in Schichten abwechseln. Wobei die Punks aber - im Gegensatz zur sonstigen Bettler-Mafia - zumindest die Schlaftabletten weglassen. Wie viel Bier die Punk-Hunde zwischendurch schlüften, steht auf einem andern Blatt...

 

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