Finanzmarkt: China stößt US-Staatsanleihen ab und investiert lieber in Rohstoffe

Der US-Dollar verliert radikal an Attraktivität für chinesische Anleger, die eher auf die BRICS-Staaten setzen. Foto: Marines / Wikimedia (PD)
Der US-Dollar verliert radikal an Attraktivität für chinesische Anleger, die eher auf die BRICS-Staaten setzen.
Foto: Marines / Wikimedia (PD)
29. September 2016 - 15:36

Eine radikale Kehrtwendung macht China in seiner Anlagepolitik. Die Chinesen ziehen sich nämlich aus dem US-Staatsanleihenmarkt zurück. Aus einer Statistik geht hervor, dass Peking allein im Juli 2016 US-Anleihen im Gegenwert von nicht weniger als 22 Milliarden US-Dollar abgestoßen haben.

Mit Gold besicherter Yuan als Alternative zum US-Dollar

Das Reich der Mitte schichtet seine Finanzanlagen nun bevorzugt in Goldanlagen und andere Rohstoffe um, das Engagement in US-amerikanischen Staatsanleihen scheint auch wegen der niedrigen Zinspolitik der US-Notenbank Fed nicht mehr attraktiv genug.

Ziel der Pekinger Anlagestrategen bleibt ein mit Gold unterlegter Yuan, der nicht nur für China, sondern für den gesamten Weltfinanzmarkt als Alternative zum US-Dollar aufgebaut werden soll.

Yuan ist gemeinsames Projekt der BRICS-Staaten

Der Yuan gehört längst zu einer der zentralen Waffen einer alternativen Weltwirtschaftsordnung gegen die US-amerikanische Vorherrschaft auf dem Finanz- und Ressourcenmärkten. Die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die sich 2014 zusammengeschlossen haben, sind lediglich die Speerspitze einer Bewegung, die zukünftig sowohl ökonomisch als auch politisch mehr Unabhängigkeit von Washington anstrebt. Die gegenwärtige Anlagestrategie der Chinesen bildet hier eine wichtige finanzwirtschaftliche Basis für diese Strategie. 

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