Niki Lauda findet die Briefwahl-Panne beschämend und wirft SPÖ-Kanzler Kern Stagnation in der Regierungsarbeit vor.

Foto: Bild: AngMoKio - Own work / Wikimedia CC BY-SA 4.0
Niki Lauda mag den SPÖ-Kanzler nicht mehr: “Kern verliert sich im Koalitions-Hickhack”

Die Stichwahl-Verschiebung aufgrund eines schadhaften Klebers auf den 4. Dezember findet Niki Lauda "fast schlimmer" in der Außenwirkung als einen blauen Bundespräsidenten. Und SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern wirft er vor, dass jetzt alles wieder stagniere, "weil Kern sich in diesem Koalitions-Hickhack verliert". In der Tageszeitung Österreich spricht der Formel-1-Boss von Mercedes frustriert über die österreichische Politik.

Farce um fehlerhaften Kleber

Die Farce um die fehlerhaften Kleber für die Briefwahlkarten, die weltweit für Schlagzeilen sorgte, würde den überzeugten Österreicher beschämen, so Österreich. Damit würde dem Land im Ausland fast mehr Schaden zugefügt als durch die FP-Männer Nobert Hofer und HC Strache. Die Formel 1 bestehe ja aus vielen ironischen Menschen, da werde er – Lauda – mit der Briefwahlpanne oft konfrontiert. "Das ist nicht lustig", so Niki Lauda im Österreich-Gespräch, in dem er eine Lethargie im Land ortet:

Mein Problem ist es, dass ich gerne Österreicher bin, aber nichts gegen die ­Politik machen kann. Da bin ich machtlos – wie gegen das Wetter. Das Schlimme ist, dass alles an mir vorbeigeht. Und wenn das schon mir so geht, dann geht das sicher vielen anderen so – und diese Lethargie im Land ist eine fürchterliche Situation.

Die sollen mehr intern arbeiten, sich am besten in ein Zimmer einsperren – und erst wieder rauskommen, wenn sie Lösungen für die Probleme präsentieren können. Da hackt ja ständig jeder auf dem anderen herum – und die Leute hören schon gar nicht mehr zu.

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern mag Lauda nach anfänglicher Hoffnung auch nicht mehr:

Am Anfang hat er auch angepackt. Da gab es einen Schub. Doch jetzt stagniert alles wieder, weil Kern sich in diesem Koalitions-Hickhack verliert.

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