Aufregung im AMS-Wien: Wer Farsi, Dari oder Somali spricht, wird um 2090,60 Euro angestellt | Unzensuriert.at

Aufregung im AMS-Wien: Wer Farsi, Dari oder Somali spricht, wird um 2090,60 Euro angestellt

Während man sich von staatlicher Seite immer mehr um Asylwerber kümmert, suchen heimische Arbeiter vergeblich Jobs. Foto: Bernd Schwabe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Während man sich von staatlicher Seite immer mehr um Asylwerber kümmert, suchen heimische Arbeiter vergeblich Jobs.
Foto: Bernd Schwabe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
8. Oktober 2016 - 13:00

Ein heimischer Arbeitsloser muss sich schon wie ein Mensch zweiter Klasse vorkommen. Denn trotz Rekordarbeitslosigkeit - im September waren 391.939 ohne Job - und zuletzt immer wieder massiv kritisierten AMS-Kursen scheint dem Arbeitsmarktservice das Wohl der Ausländer mehr am Herzen zu liegen als jenes der Österreicher.

Sogar AMS-intern soll es deshalb Aufregung geben: In Wien vergibt das AMS nämlich sechs Jobs mit je 2.090,60 Euro Bruttogehalt, aber jene, die für diese Arbeit in Frage kommen, müssen Arabisch, Farsi, Dari, Russisch oder Somali sprechen.

Österreicher scheiden bei Job-Beschreibung aus

Österreicher scheiden bei dieser Job-Beschreibung im Normalfall aus. Also kämen dafür nur anerkannte Asylwerber in Frage. Doch AMS-intern sind die Mitarbeiter über das Inserat mit der Nummer 8390210 empört. Würden Statistiken doch eindeutig belegen, dass es unter den Asylberechtigten, also genau unter den Volksgruppen, die die geforderten Sprachen sprechen, zwar neun Kursketten an Alphabetisierungs- und Deutschkursen gebe, die Teilnehmer dieser Kurse jedoch noch immer kein Deutsch sprechen.

Keine Integration, Vier-Augen-Prinzip ausgehebelt

Allgemein wird auch kritisiert, dass das AMS angebliche Kriegsflüchtlinge mit diesen Sprachkenntnissen anstellt und damit die Integration dieser Menschen konterkariert. Außerdem würden dann - so der allgemeine Tenor der Mitarbeiter im AMS-Wien - Beratungen in Muttersprache durchgeführt, deren Inhalte von keiner zweiten Person auch nur ansatzweise überprüft werden könnten. Das Vier-Augen-Prinzip, welches im AMS entsprechend der Verwaltung öffentlicher Gelder gilt, würde damit ausgehebelt.

AMS: "Fremdsprachenkompetenzen sehr willkommen"

Unzensuriert.at hat das AMS-Wien mit den Vorwürfen und Bedenken konfrontiert und erhielt von Pressesprecher Sebastian Paulick folgende Antwort:

Das AMS Wien sucht zur Besetzung von zirka 170 zusätzlichen Stellen, mit  denen wir ein besseres Betreuungsverhältnis gewährleisten wollen, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualifikationen. Dabei sind uns seit langem auch Fremdsprachenkompetenzen sehr willkommen.

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