Straßenszenen wie in Teheran: Der Moslem-Aufmarsch war als „Friedensmarsch“ für den Märtyrer Imam Hussein angemeldet.

Foto: Bild: Gigi Ibrahim / flickr (CC BY 2.0)
Schiiten verwandelten Wiener Innenstadt durch Demonstration in „Islam-Zone“

Vergangenes Wochenende demonstrierten dutzende schiitische Moslems in der Wiener Innenstadt. Angekündigt wurde die Kundgebung als Friedensmarsch, in Gedenken an den Todestag des Imam Hussein.

Innenstadt voll von Moslems

Der Aufmarsch der Moslems verwandelte den ersten Bezirk Wiens für kurze Zeit in eine regelrechte "Islam-Zone". Auf Fotos und Videos waren islamische Prediger und Geistliche, ebenso wie zahlreiche in schwarz gekleidete, verschleierte Frauen samt Kinderwagen zu sehen. In der ersten Reihe des Demo-Zuges marschierten Kinder. Die Kärntnerstraße glich einer Straßenszene in Teheran.

Der Marsch wurde von zwei Polizeiautos angeführt, zu Zwischenfällen soll es nicht gekommen sein. Auf den Plakaten und Bannern der Teilnehmer war unter anderem zu lesen: "Friedensmarsch in Gedenken an den Märtyrer Imam Hussein".

Schiiten glauben an Hussein als Nachfahre Mohammeds

Die Schiiten verehren bis heute den Nachfahren Mohammeds, Hussein, als Märtyrer und rechtmäßigen Erben der geistigen Führung des Islam unter Imamherrschaft. Anders als die Sunniten, welche das Kalifat von Abu Bakr als legitime Nachfolge Mohammeds ansehen.

Seit der Trennung der beiden islamischen Glaubensrichtungen mit der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 n.Chr. sind diese bis heute verfeindet und bekämpfen sich immer wieder auf brutale Art und Weise. Die Mehrheit der Moslems weltweit gehört heute der sunnitischen Strömung des Islam an.

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