Deutsche Polizei fand Drogen im Flüchtlingsheim - Neun Festnahmen

Flüchtlingsheime gelten bei Drogenfahndern als wichtige Umschlagplätze des Drogenhandels (Bild: Marihuana) - sehr zum Leidwesen der Anrainer. Foto:  Wikimedia Commons / Elton34
Flüchtlingsheime gelten bei Drogenfahndern als wichtige Umschlagplätze des Drogenhandels (Bild: Marihuana) - sehr zum Leidwesen der Anrainer.
Foto: Wikimedia Commons / Elton34
13. Oktober 2016 - 9:57

Ein Bericht im Focus dürfte für die Flüchtligswillkommensklatscher eine weitere schallende Ohrfeige sein. Aktuell wird berichtet, dass die Polizei in Heilbronn im deutschen Baden-Württemberg eine Razzia in einem Flüchtlingsheim durchführte und dort ein Depot mit Marihuana beschlagnahmte. Im Zuge des Einsatzes sollen die 150 Polizisten acht tatverdächtige Asylwerber festgenommen haben, ein weiterer sei später verhaftet worden.

Gambier verkauften Drogen in Park an Jugendliche

Bereits im Frühjahr habe die Polizei Hinweise bekommen,  dass in einem Park in Mosbach Flüchtlinge mit Betäubungsmittel handeln und dabei auch Drogen an Jugendliche verkauft haben sollen. Bei den auf diese Hinweise aufbauenden Ermittlungen seien insgesamt 13 aus Gambia stammende Männer im Alter zwischen 19 und 28 Jahren ins Visier der Polizei geraten. Zwölf von ihnen seien in einer Zeltunterkunft untergebracht gewesen, ein weiterer in einer anderen Sammelunterkunft.

Auch in Österreich Asylantenheime als Drogenumschlagplätze

Auch in Österreich sind Migrantenheime bei der Polizei als Umschlagplätze für Drogen aller Art bekannt. In den vergangenen Jahren wurden solche Heime regelmäßig Ziel von Drogenrazzien, etwa im Verlauf der "Hernalser Linie", wo die Drogenszene über Jahre hinweg für Unmut unter den Anrainern der Hernalser Hauptstraße und den Straßenbahnbenützern sorgte. Erst im Sommer 2015 berichtete der Kurier über eine solche Razzia - unzensuriert.at lieferte eine tiefer gehende Analyse nach.

"Wenn wir kommen, fliegen Drogen und Geld aus den Fenstern!"

Das Problem dabei ist oft die Beweisführung: "Wenn wir ankommen, sieht uns der Portier und ruft sofort nach oben an und warnt die Leute", berichtet ein Wiener Drogenfahnder (Name der Red. bekannt) über die gängige Praxis: "Dann fliegen plötzlich haufenweise Kugerln mit Heroin oder Kokain und Haschisch-Sackerln aus den Fenstern, ebenso große Geldscheine. Das mag für manche Passanten eine Freude sein, für uns nicht, weil oben in den Quartieren dann keiner mehr etwas bei sich trägt", so der Kriminalist.

Flüchtlingsquartiere immer wieder im Polizei-Fokus

Dennoch werden in und um Flüchtlingsheime immer wieder Drogenbunker aufgespürt und Dealer festgenommen. Dass die Justiz letztere meist nach kurzer Zeit wieder frei lässt, steht auf einem anderen Blatt. So berichten Drogenfahner über Dealer, die sie innerhalb von wenigen Jahren bereits zum neunten Mal aus dem Verkehr ziehen - Sisyphos lässt grüßen...

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