Dass eine dunklere Stadt die Kriminalität fördert, wird nicht bedacht – oder ist einfach egal

Bild: Dezidor / Wikimedia (CC BY 3.0)
Unverständliche Sparmaßnahme in Wien – Reduktion der Straßenbeleuchtung in den Wintermonaten

Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf Sie darüber informieren, dass seit letzter Woche aufgrund von Sparmaßnahmen die Reduzierung der öffentlichen Beleuchtung bereits schon um 22:00 Uhr erfolgt. Im Auftrag von Dipl. Ing. (FH) Harald Bekehrti, mit freundlichen Grüßen….

Die Damen und Herren, die diesen Brief erhielten, waren die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher der 23 Wiener Gemeindebezirke und der Auftraggeber dieser Zeilen, Harald Bekehrti, ist als Chef der Magistratsabteilung 33 („Wien leuchtet“) verantwortlich für die öffentliche Beleuchtung in Wien. Sein Ressort, die MA 33, fällt in die Zuständigkeit der Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die damit die Letztverantwortlichkeit für die Beleuchtung der Stadt hat.

Gigantischer Schuldenstand würde Sparmaßnahmen erfordern

Und die Beleuchtung muss wohl herhalten, weil die Finanzsituation Wiens (Schuldenstand Juni 2016: 5,422 Milliarden Euro) besorgniserregend geworden ist und man als vernünftige/r Politiker/in irgendwo den Sparstift ansetzen sollte.

Sparen bei Mindestsicherung kommt nicht in Frage

Dass man das nicht bei der Mindestsicherung für Asylanten machen wird, ist aus linksideologischen Gründen der Stadtregierung klar. So werden eben 60.000 der 153.200 Lampen der öffentlichen Beleuchtung Wiens eine Stunde früher auf „Halbnacht“ abgedunkelt, wie die Bezirkschefs in dem Brief von der MA 33 zu lesen bekamen. Begründet wird diese Verdunklung tatsächlich mit dem Wort „Sparmaßnahme“. Somit werden 2.900 Kilometer öffentliche Straßen, Gassen, Plätze und Wege der Millionenstadt schon ab 22 Uhr (bislang 23 Uhr) verfinstert. Die letzte Reduktion der Beleuchtung fand im Jahre 2007 statt, damals von 24 Uhr auf 23 Uhr.

Hauptstraßen bleiben hell

Allerdings, so versichert man beschwichtigend in der MA 33, seien Parks oder Hauptstraßen nicht betroffen.

Und übrigens gebe es zahlreiche Menschen, so meinte ein städtischer Beamter, die unter einer zu hellen Beleuchtung in der Nacht leiden würden – und denen die Reduktion der sogenannten Lichtverschmutzung positiv auffallen würde.

Verdunklungsmaßnahme schafft neue Angsträume für Bürger

Ob freilich jene Menschen, denen zuviel Licht auf öffentlichen Plätzen auf die Nerven geht, allesamt zu den braven Steuerzahlern gehören, ist eine andere Frage. Eher steht die Befürchtung im Raum, dass im Schutz der von Oben verordneten Dunkelheit die Kriminalität nicht unbedingt weniger wird.

Und dass man mit dieser Verdunklungssparmaßnahme „Angsträume“ schafft, dürfte die zuständigen Stadtpolitiker/innen ebensowenig interessieren. Denn sie müssen sich wohl nicht in der Nacht vor Drogendealern an U-Bahn-Stationen, testosterongesteuerten Asylanten mit viel Tages- und Nachtfreizeit oder ähnlichem Gesindel fürchten, wenn sie sich von der Arbeit durch schlecht beleuchtete Gassen auf den Heimweg machen müssen.

Ein Dienstwagen, der Vassilakou oder andere Mitglieder der Stadtregierung nach Hause bringt, steht immer bereit.

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