Die französische Regierung startet einen weiteren Versuch, den Migranten-Slum in Calais zu beseitigen.

Foto: Bild: Michal Bělka - Wikimedia Commons - (CC BY-SA 4.0)
Vor „Dschungel“-Räumung: Gewaltbereite Migranten attackierten Polizisten in Calais

Zu Tausenden sind die illegalen Einwanderer nach Europa geströmt. Ihr Ziel war Großbritannien, ihre Endstation die französische Hafenstadt Calais. Offiziell sollen sich im „Dschungel“ genannten Lager rund 6.400 Menschen aufhalten, inoffiziell sind es bei weitem mehr. Nun soll das Lager „endgültig“ aufgelöst werden.

Mit Steinen und Brandsätzen gegen Polizei

Am Montag ab 8:00 soll der „Dschungel von Calais“ geräumt werden. Einen ersten Eindruck, was die französischen Einsatzkräfte erwarten wird, konnte man sich schon Samstagabend machen. Rund 50 gewaltbereite Migranten sind mit Steinen und Pyrotechnik auf die Polizeibeamten losgegangen. Erst durch den Einsatz von Tränengas ist es den Sicherheitskräften gelungen, der Lage Herr zu werden.

Regierung will aus illegalen Einwanderern „Flüchtlinge“ machen

Es sind potentielle Einwanderer, die Großbritannien als ihr Ziel auserkoren hatten. Doch das Vereinigte Königreich will sie nicht. Und so sind sie in Calais gestrandet, um dort ihre Weiterreise zu erzwingen. Verfolgt hat sie in ihren Heimatländern gewiss niemand, denn wenn sie es gewollt hätten, hätten sie in Frankreich schon längst um Asyl ansuchen können.

Doch anstatt die illegalen Migranten wieder in ihre Herkunftsländer zu verfrachten, will sie die französische Regierung im ganzen Land aufteilen und sie dort dann einen Asylantrag stellen lassen.

„Hilfsorganisationen“ hatten gegen Räumung geklagt

Eine von Hilfsorganisationen eingebrachte Klage wurde am letzten Dienstag vom Amtsgericht in Lille abgewiesen. Man sei nicht gegen die Räumung, sondern die Art und Weise, wie dies geschehe, äußerte sich ein Flüchtlingshelfer gegenüber Euronews. Die Räumungsaktion sei Zeitverschwendung. Leute in Busse zu setzen und in Auffanglager zu bringen sei sinnlos, denn sie kämen wieder zurück.

Ganz falsch dürfte er mit seiner Meinung nicht liegen. Schon im Februar dieses Jahres kam es zu einer Teilräumung des Lagers. Und nur wenige Monate danach bevölkerten den „Dschungel“ mehr Migranten als zuvor.

 

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