Eine Frau musste am Wiener Brunnenmarkt sterben, weil die zuständigen Institutionen jahrelang versagt haben.

Foto: Bild: Peter Gugerell / Wikimedia gemeinfrei
Sonderkommission zum Brunnenmarktmord: Verbrechen hätte verhindert werden können

Der Mord an einer 54-jährigen Frau am Wiener Brunnenmarkt durch einen illegal aufhältigen Kenianer führte zur Einsetzung einer Sonderkommission. Diese stellt in einem Zwischenbericht fest, dass das Verbrechen hätte verhindert werden können.

Kenianer durfte jahrelang sein Unwesen treiben

Anfang Mai dieses Jahres war eine 54-jährige Frau auf dem Weg zur Arbeit von einem illegal in Österreich aufhältigen Kenianer mit einer Eisenstange brutal erschlagen worden. Der als psychisch gestört bezeichnete Mann war bereits jahrelang wegen zahlreicher Vergehen polizeibekannt. Mehrfach war er wegen Gewaltattacken auffällig geworden und 14 Mal wegen verschiedener Delikte festgenommen worden. Trotzdem wurde er weder in Gewahrsam genommen noch abgeschoben. Wien heute berichtet, dass der Kenianer nur wenige Wochen vor der fatalen Bluttat von der Polizei in Döbling mit heruntergelassener Hose und mit einer Axt in der Hand aufgegriffen wurde. Die Beamten verfassten zu dem Vorfall lediglich eine Meldung.

Schwere Versäumnisse bei Polizei

Wie die Kommission in ihrem Zwischenbericht feststellt, dürften seitens der Polizei die diversen Vergehen des Kenianers allesamt als isolierte Einzelfälle betrachtet worden sein. Die Polizeibeamten haben offenbar zum jeweiligen Vorfall brav ihren Bericht geschrieben und niemanden hat es weiter interessiert. So stellt die Kommission fest, dass eine durchgehende Dokumentation über den Mann, die eine Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt hätte vorantreiben können, nie zusammengestellt wurde. Zudem hätte die Polizei mit der Psychiatrie die Erfahrung gemacht, dass Unterbringungen sehr zurückhaltend ausgeübt werden.

Laut Wien heute will sich die Polizei zu dieser Angelegenheit erst äußern, wenn die Sonderkommission ihren Endbericht vorlegt.

 

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