Todesliste britischer Spezialeinheit soll Rückkehr von Terroristen nach Großbritannien verhindern | Unzensuriert.at

Todesliste britischer Spezialeinheit soll Rückkehr von Terroristen nach Großbritannien verhindern

Britische SAS-Truppen greifen hart durch und verhindern damit die Rückkehr von Terroristen nach Großbritannien. Foto: Alec Wilson, flickr (CC BY-SA 2.0)
Britische SAS-Truppen greifen hart durch und verhindern damit die Rückkehr von Terroristen nach Großbritannien.
Foto: Alec Wilson, flickr (CC BY-SA 2.0)
8. November 2016 - 11:34

Die Spezialeinheit der britischen Armee SAS (Special Air Service), 1941 vom schottischen Lieutenant Colonel David Sterling aufgestellt, operiert weltweit höchst erfolgreich, unter anderem bei Geiselbefreiungsaktionen. Die Blades, wie die SAS auch genannt wird, gilt als eine der erfahrensten und ältesten existierenden Spezialeinheiten der Welt. Auch die erfolgreiche Geiselbefreiung in der iranischen Botschaft in London 1980, eine durch arabische Terroristen durchgeführte Aktion, ging auf das Konto der Eliteeinheit.

UK duldet keine IS-Rückkehrer mit Anschlagsplänen

Nicht nur mit dem "Brexit"-Votum und der Sperre des Euro-Tunnels gegen illegale Einwanderer bereits in Calais haben die Briten gezeigt, was sie von europäischer Politik, auch in Bezug auf Massenmigration, halten. Nun hat die SAS den Auftrag erhalten, britische Dschihadisten, die in Diensten des IS stehen, mit allen Mitteln an der Rückkehr auf die Insel zu hindern.

Die sogenannte „Tötungsliste“ wurde durch MI6- und CIA-Agenten aus vom IS kontrollierten Gebieten erstellt. Die Warnung der Geheimdienste lautete dahingehend, dass sich hunderte britische IS-Terroristen darauf vorbereiteten, zurückzukehren, um auf britischem Staatsgebiet Anschläge auszuführen, wie auch die Daily Mail berichtet. Die Rückkehrpläne der britischen Terroristen waren bereits zuvor von einer älteren Quelle bestätigt worden.

Gefahr geht momentan vom Irak aus

Auf Grund der Angriffe auf das Gebiet um Mossul und die damit verbundene Zurückdrängung bzw. Zerschlagung des IS geht die Gefahr nun von Kämpfern aus dem Irak aus. Die ebenfalls augenblicklich im Irak befindliche SAS-Einheit erhielt nun eine Liste mit rund 200 potentiellen Gefährdern, die Anschläge in Großbritannien planten. Darunter einige der gefährlichsten Terroristen der Welt, unter ihnen zwölf Spezialisten auf dem Sektor des Bombenbaus, allesamt studierte Elektroniker, ausgebildet an britischen Universitäten.

Nach Berichten des Daily Star Sunday hat der SAS den Auftrag bekommen, unter „Aufbietung aller Mittel“ diese Gefährder am Verlassen des Irak zu hindern. Für die Spezialeinheit gilt dieser Auftrag als wichtigste Mission der Truppe in ihrer 75-jährigen Geschichte. Deren Erfolg sei somit unmittelbar mit dem Wohlergehen und der Sicherheit der britischen Bevölkerung verbunden.

Dschihadisten werden im Irak exekutiert

Die schlauen Briten haben im Falle der Gefangennahme von britischen Dschihadisten der genannten Liste den Auftrag, diese umgehend an die irakischen Behörden zu übergeben. Sie werden dann möglicherweise auf Grund von Terror-Aktivitäten hingerichtet. So lassen sich eventuelle endlose Strafverfahren in Großbritannien umgehen und man „importiert“ damit die Gefahr nicht ins Mutterland.

700 britische IS-Kämpfer in Syrien und Irak

Nun gelte es, so die Erklärung der Spezialeinheit, von den geschätzten 700 noch lebenden britischen IS-Kämpfern so viele wie möglich an der Rückkehr nach Großbritannien und den dort geplanten Terroranschlägen zu hindern. Der Countdown läuft, so der SAS.

Der Daily Star Sunday berichtet indes, dass die Britin Sally Jones alias Sakinah Hussain, Gattin des britischen IS-Terroristen Junaid Hussain, unter anderem auf der Liste geführt werde. Sie ist bekannt dafür, aktiv im Rekrutierungs-Team des IS tätig zu sein und gelobte öffentlich, Christen mit dem Messer zu enthaupten.

Briten greifen hart durch, während EU abwartet

Das Motto der Blades (SAS) heißt so treffend, „Who Dares, Wins“ und das gilt in jedem Fall auch für die Briten selbst.

Sie wissen sich zu helfen (Brexit), zu schützen und zu wehren, während die EU mit Beobachten und höchstwahrscheinlich noch immer mit „Kränken“ ob der Brexit Entscheidung beschäftigt ist. Auch mit Obergrenzen ziert man sich mancherorts noch. Da werden dann die IS Rückkehrer wohl mit dem Rest der europäischen Staaten als Terrorziele Vorlieb nehmen müssen.

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