Gerade für die Christen in Syrien könnte Donald Trumps Wahlsieg die Rettung vor dem endgültigen Untergang bedeuten (Hier: Maronitische Sankt-Elias-Kirche in Aleppo)

Bild: Marti McFly / Wikimedia (CC BY 2.0)
Söldnertruppen gegen Assad fürchten wegen Trumps Wahlsieg Sinneswandel in der US-Außenpolitik

Nach dem Wahlsieg Donald Trumps werden die Karten neu gemischt und wohl auch in Syrien, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet.

USA förderte bisher Aufständische

Dort unterstützte die USA bislang diverse Söldnertruppen, die sich alle möglichen Anstriche von „gemäßigt islamisch“ bis „oppositionell“ gaben, wie etwa die sogenannte Freie Syrische Armee, aber auch andere fragwürdige Gruppierungen, die nur ein Ziel im Sinne haben, nämlich den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen.

Viele dieser Söldnerarmeen zeigen sich wegen des politischen Wandels in den USA erheblich besorgt, denn Präsident Trumps Absicht ist es, den Kampf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf den Islamischen Staat (IS) zu fokussieren, den der neue US-Präsident als eine der größten Gefahren für die gesamte Welt sieht.

Für Präsident Trump ist der IS größerer Feind als Assad

So fürchten Söldnertruppen bereits, dass sie durch die USA künftig weniger unterstützt werden, wodurch sich ihre Lage deutlich verschlechtern könnte. Reuters zitierte einen Vertreter einer nicht näher genannten Rebellenvereinigung, einen gewissen Sakaria Malahifdschi, der diese Befürchtung der Nachrichtenagentur mittgeteilt hat.

Donald Trump hatte tatsächlich der Niederschlagung der radikalislamischen IS-Terrormiliz eine weit höhere Priorität eingeräumt als der Absetzung des gewählten syrischen Präsidenten. In einer Fernsehdiskussion äußerte sich Trump dahingehend, dass er zwar Assad nicht sonderlich möge, doch dieser kämpfe wenigstens gemeinsam mit Russland und dem Iran gegen den Islamischen Staat.

Kooperation von Trump mit Putin befürchtet  

Daher fürchten die aufständischen Rebellen, dass der neue gewählte US-Präsident gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (dem engsten Verbündeten Assads) die Probleme der Welt gemeinsam zu lösen versucht.

In der legitimen Regierung Syriens hingegen zeigt man sich zuversichtlich und hofft, dass die neue US-Regierung ihre strikt ablehnende Haltung gegenüber Assad korrigiert. Der Parlamentsabgeordnete Scherif Schehada meinte dazu: „Wir können optimistisch sein, aber vorsichtig optimistisch.“

Arabische Unterstützung für Hillary Clinton hat nichts genützt

In einer völligen Zwickmühle hingegen stecken im Besonderen die arabischen Golfstaaten (und allen voran Saudi-Arabien), die den Aufstand gegen Präsident Assad finanziell und mit Waffenlieferungen unterstützt haben. Für diese Verbündeten wäre ein Wahlsieg Hillary Clintons notwendig gewesen, um den Krieg gegen die legitime syrische Regierung ungehindert weiterführen zu können. Deswegen haben ja die arabischen Golfstaaten auch kräftig Clintons Wahlkampf finanziert.

Wie es tatsächlich in Syrien weitergeht, wird man sehen. Doch wahrscheinlich ist, dass der Einfluss der CIA, der die Söldner-Einsätze koordiniert hat, reduziert wird. Die CIA unterstützte im Wahlkampf Clinton, während das FBI, welches verdeckten Operationen im Ausland ablehnend gegenübersteht, Donald Trumps Präsidentschaft befürwortet hatte.  

Friede in Syrien erstmals absehbar

Freilich zeigen diese Aufregungen in Syrien und auch den benachbarten islamischen Staaten bereits, dass man Donald Trump durchaus zutraut, die Probleme im Nahen Osten lösen zu können, was wohl nicht im Sinne des islamischen Machtanspruchs für die gesamte Welt ist. Und möglicherweise auch nicht jener, denen es daran liegt, dass Millionen an Flüchtlingen nach Europa kommen. Denn in einem befriedeten Syrien würde man die Menschen, die sich derzeit an den europäischen Sozialsystemen erfreuen, für den Wiederaufbau des Landes dringend benötigen.

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