Szenenausschnitt aus „Die Verdammten“. Dem Regisseur gelang es sogar, bei der Darstellung des Niedergangs der Industriellenfamilie Krupp Norbert Hofer vorkommen zu lassen.

Bild: Erich Reismann
Norbert Hofer als Theaterstar: Verunglückte tagespolitische Einlage in der Josefstadt

Das Theater in der Josefstadt machte Norbert Hofer zum Bühnenstar. Freilich hatten Direktor Herbert Föttinger und Regisseur Elmar Goerden nicht vor, dem FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidaten so kurz vor der Entscheidung Rosen zu streuen. Das Gegenteil war der Fall: Die zum hochgeförderten Klientel gehörenden Theatermacher erblödeten sich doch tatsächlich, das Stück "Die Verdammten" so zu manipulieren, um Norbert Hofer in die Nähe des Naionalsozialismus zu rücken. Es sollte eine verunglückte tagespolitische Einlage werden, denn das Publikum reagierte auf diese Provokation mit Schweigen.

Niedergang der deutschen Industriellenfamilie Krupp

Föttinger und Goerden hatten sich für ihre schmutzige Idee, Norbert Hofer in der Theaterfassung von Luchino Viscontis 1969 entstandenen Films "Die Verdammten", in dem es um den Niedergang der deutschen Industriellenfamilie Krupp geht, in aller Öffentlichkeit zu diskreditieren, wohl euphorischen Applaus der Zuschauer erwartet. Doch die Menschen haben es offenbar satt, dass die Elite ständig die Nazikeule gegen den FPÖ-Kandidaten auspackt. Die APA schreibt in ihrer Theaterkritik:

…Dabei lässt Regisseur Goerden keinen Zweifel daran, wer
droht, die Tragödie heute fortzusetzen: Sein Hauptsturmführer trägt
die Kornblume am Revers und antwortet auf Sophies Vorwurf der
"mangelnden Vorstellungskraft" der "lauten" Nazis mit einem Satz von
FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, der im Wahlkampf für
Aufregung gesorgt hat: "Man wird sich noch wundern, was alles
möglich sein wird."

Publikum reagierte "zurückhaltend"

In der APA heißt es weiter, dass das Publikum auf diesen Sager "zurückhaltend" reagierte. Somit ging der Plan, Norbert Hofer in der Josefstadt mit aller Gewalt als Nazi bloß zu stellen, in die Hose. Norbert Hofer hatte außerdem schon mehrfach klargestellt, dass die Kornblume ein Zeichen der bürgerlichen Freiheitsbewegung sei und auf das Revolutionsjahr 1848 zurückgehe. Tatsächlich wurde die Kornblume als Symbol bereits im 19. Jahrhundert in Deutschland verwendet. All das wird im Theaterstück freilich verschwiegen – es galt einzig, den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten in Misskredit zu bringen.

Politische Aktion störte Jedermann-Besucher

Das unappetitliche Schauspiel in der Josefstadt erinnert frappant an die Jedermann-Aufführung im August 2015 in Salzburg, als die Musiker aus Protest gegen die Anwesenheit von HC Strache im Publikum plötzlich das Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung, die "Internationale", anstimmten. Das Publikum hatte diese kindische, politische Aktion der Künstler als solche aber nicht erkannt und sie als Störung empfunden.

Der künstlerische Direktor, Sven-Eric Bechtolf, entschuldigte sich dann auf Ö1 für diese Einlage. Im rot-grünen Wien mit seiner linksextremen Führungsriege im Rathaus und deren Lakaien in den Theaterhäusern darf man auf eine Entschuldigung wie in Salzburg wohl vergeblich warten.

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