Im Handelspartner und Touristenziel Dubai wird nach der Scharia Recht gesprochen. Vorbildwirkung für Europa?

Foto: Bild: Tim.Reckmann / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Auspeitschung oder Steinigung. Die Strafen für eine vergewaltigte Frau sind in Dubai vielfältig

Ein beliebtes touristisches Ziel, besonders in Europas kalter Jahreszeit, ist die Stadt Dubai im gleichnamigen Emirat, welches zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gehört.

Wozu allerdings das Land noch gehört, scheinen viele Touristen nicht zu bedenken, wenn sie sich in den Flieger setzen, um sich den Zauber aus „Tausend und einer Nacht“ zu geben.

Scharia ist in Dubai einziges Gesetz

Dubai ist ein streng moslemischer Staat, dessen Gesetzgebung auf der Scharia basiert. Und diese ist mit den Rechtsvorstellungen und Normen unserer europäischen Rechtsprechung weniger kompatibel, wenn es etwa um Auffallen durch Alkoholisierung in der Öffentlichkeit, um den Besitz von pornographischem Material, den Besitz von nicht ärztlich verordneten Medikamenten (das müssen nicht gleich Drogen sein), um Bezeugungen der gegenseitigen Zuneigung in der Öffentlichkeit (Händchenhalten oder Küssen) oder um außerehelichen Sex geht.

Bei diesen und unzähligen weiteren Delikten, die dem Koran, auf dem die Scharia beruht, nicht genehm sind, gibt es saftige Strafen, die von Auspeitschungen, Steinigungen, langjähriger Haft bis zur Hinrichtung reichen.

Vergewaltigte Britin festgenommen

Nach Angaben einer britischen Organisation, die sich „Detained in Dubai“ (inhaftiert in Dubai) nennt, geriet kürzlich eine etwa 20 bis 30 Jahre alte Britin in die Fänge der Scharia-Justiz.

Ihre Vergehen waren mehrere.

Erstens ließ sich die Touristin vergewaltigen und zweitens zeigte sie diese Vergewaltigung bei der örtlichen Polizei an, was zur Folge hatte, dass sie nach den Gesetzen Dubais festgenommen worden ist.

Nun droht ihr eine Anklage wegen „außerehelichem Sex“, was im „positivem Falle“ Peitschenhiebe bedeutet, allerdings könnte durchaus auch die dafür vorgesehene Strafe der Steinigung zur Anwendung kommen.

Ähnlicher Fall aus Österreich

Natürlich kümmert sich das britische Außenministerium um die Causa und man kann hoffen, dass es für diese junge Frau ähnlich glimpflich ausgeht, wie für eine österreichische Studentin, die ebenfalls in Dubai vergewaltigt worden ist. Der Österreicherin wurde damals von den Behörden in Dubai nahegelegt, ihren Peiniger zu ehelichen, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, was sie dann Gott sei Dank nicht machen musste und nach einer Intervention des österreichischen Außenministeriums Dubai verlassen konnte.

Rechtsprechung a la Dubai bald auch in Europa?

Natürlich sollte man sich anlässlich dieser Berichte eher überlegen, ob man in Dubai tatsächlich urlauben möchte. Aber leider ist die Naivität gegenüber dem Islam bereits so groß, dass solche Informationen den Menschen die Augen nicht öffnen. Denn auch in Europa hat durch die schleichende Islamisierung die Scharia längst Einzug gehalten. Noch sind es Parallelgesellschaften in denen Schariagerichte nach dem Koran Recht sprechen, aber wenn Migration und Geburtendschihad weiter anhalten, kann es passieren, dass uns die Rechtsprechung, wie sie in Dubai ausgeübt wird, womöglich näher ist, als uns lieb sein dürfte.

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