Mit dem Tod des kommunistischen Langzeit-Diktators Fidel Castro endet auf der Karibikinsel Kuba eine Ära.

Foto: Bild: Marcelo Montecino / flickr (CC BY-SA 2.0)
Kubas „Maximo Lider“ und Revolutionsführer Fidel Castro 90-jährig in Havanna verstorben

Der ehemalige kubanische Staatspräsident und Revolutionär Fidel Castro ist Freitagabend im Alter von 90 Jahren verstorben. Dies teilte sein Bruder und Staatspräsident Raúl Castro in einer kurzen Fernsehansprache mit. Bis heute wird Castro von vielen Kubanern für die Befreiung Kubas von der Vorherrschaft der USA verehrt.

Lebenslanger Widerstand gegen US-Hegemonie

Im Jahr 1959 stürzte Fidel Castro als junger Revolutionär das korrupte pro-amerikanische Regime des Diktators Fulgencio Batista und installierte unter dem Einfluss der damaligen Sowjetunion eine sozialistische Einheitspartei. Danach stand er 47 Jahre lang an der Spitze des Landes, bis er die Amtsgeschäfte im Juli 2006 seinem jüngeren Bruder Raul übertrug.

Während seiner Amtszeit überlebte er zahlreiche Mordversuche des US-Geheimdienstes CIA. Mit seiner Landreform und der Verstaatlichung von Unternehmen hatte sich Castro die USA zum Feind gemacht, die die Insel mit einem jahrzehntelangen Handelsembargo belegten. Mit der Niederschlagung der Invasion in der Schweinebucht im Jahr 1961 vereitelte er einen von den USA lancierten Staatsstreich. Die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit den USA im Jahr 2015 und den Besuch von Präsident Barack Obama in Havanna im März 2016 verfolgte Fidel Castro mit unüberhörbarer Skepsis.

Neuntägige Staatstrauer

Die Nachricht vom Ableben des „Maximo Lider“ hat in Kuba Bestürzung und Trauer ausgelöst. Bis heute genoss der Revolutionsführer in der Bevölkerung der Zuckerrohrinsel großes Ansehen. Die Regierung hat eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen. Am 4. Dezember wird in der Stadt Santiago de Cuba die Beisetzung der sterblichen Überreste des Revolutionsführers stattfinden. Auf eigenen Wunsch wird er eingeäschert. Bis zu seiner Beisetzung werden alle öffentlichen Aktivitäten und Veranstaltungen ausgesetzt.

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