Am Brunnenmarkt ermordete der Kenianer Francis mit einer Eisenstange die 54-jährige Maria E.

Foto: Bild: Peter Gugerell / Wikimedia gemeinfrei
Brunnenmarkt-Mörder: Einweisung in die Anstalt, Abschiebung unmöglich

Mit einer knapp 12 Kilo schweren Eisenstange ging der Kenianer Francis N. im Mai auf eine 54-jährige Wienerin los. Was folgte, ist bereits bekannt: Die Frau starb am Brunnenmarkt durch die massiven Verletzungen am Kopf, der vorbestrafte Ausländer ist bis jetzt in Untersuchungshaft. Abgeschoben kann der Mann allerdings nicht werden. Es gibt kein Übereinkommen mit seinem Heimatland und auch kein Zertifikat des Landes Kenia, das dafür notwendig wäre. Geschworene entschieden am Montag für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Psychisch nicht zurechnungsfähig

Der zuständige Sachverständige Karl Dantendorfer attestierte dem Verdächtigen bereits im Vorfeld eine paranoide Schizophrenie. Weil die Wiederholungsgefahr besonders groß sei, beantrage die Staatsanwaltschaft die Einweisung in eine Klinik für geistig und psychisch nicht zurechnungsfähige Gewalttäter.

"Er ist im Moment genauso gefährlich wie zum Zeitpunkt der Tat und würde zweifellos genauso schwere Straftaten wieder begehen", so Dantendorfer in der Kronen Zeitung.

Schwere Vorwürfe erhob Dantendorfer aber bereits während der Erstellung seines Gutachtens. Die Behörden hätten nicht reagiert, als Francis N. bereits zwei Mal junge Frauen ohne Grund attackierte. Er wurde lediglich auf freiem Fuß angezeigt. Bis er ebenfalls ohne Grund auf die ihm unbekannte Maria E. einschlug und sie dabei tötete.

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