Deutscher Polizeigewerkschafter warnt vor 50:50 Quote

Zuviele Frauen bei der Polizei könnten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Foto: Alexas_Fotos / pixabay.com
Zuviele Frauen bei der Polizei könnten ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Foto: Alexas_Fotos / pixabay.com
29. November 2016 - 19:00

Der Landeschef der „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) von Nordrhein-Westfalen, Arnold Plickert hast sich nachhaltig gegen eine Erhöhung der Frauenquote bei der Polizei ausgesprochen. Wie er dem FOCUS in einem Interview darlegte, stöße die Polizei in manchen Einsatzbereichen an ihre Grenzen.

Weiblicher Körperbau ist doch anders

Im Höchstfall, so der Polizeigewerkschafter, sollten bei der Bereitschaftspolizei „maximal ein Drittel weibliche Kollegen arbeiten“, denn die Einsatzhundertschaften (geschlossene Einheiten eines Polizeiverbandes der Landespolizei oder der Bundespolizei) müssten bei Demonstrationen oder Fußballspielen gegen massivste Gewalt gewappnet sein und sich auch gegen diese Gewalt durchsetzen können. Doch Frauen hätten nun einmal eine andere Physis (also einen anderen Körperbau) und „wenn wir hier also mit 50:50 fahren würden, gäbe es massive Probleme“.

Migranten sind zu Polizistinnen noch respektloser als zu Polizisten

Ebenso wies Arnold Plickert auf ein weiteres gravierendes Problem hin. Nämlich, dass weibliche Polizeibeamte in „Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil aus Südosteuropa und arabischen oder nordafrikanischen Ländern“ weitaus häufiger als männliche Polizeibeamte mit absoluter Respektlosigkeit konfrontiert seien. Wüsteste Beschimpfungen seien hierbei keine Seltenheit sondern oft die Regel. „Es heißt dann: Haut ab hier, mit euch sprechen wir nicht. Natürlich versuchen unsere Kolleginnen, sich durchzusetzen, das ist aber sehr schwierig.“

Falsche Erwartung vom Polizistenberuf

Außerdem ist, laut Plickert, besonders bei jungen Frauen eine stetig steigende Ausfallsquote zu beobachten, weil sie eine völlig falsche Erwartungshaltung vom Berufsbild Polizei haben. „Der Job bedeutet nicht nur Tatortarbeit oder im Kommissariat zu ermitteln. Wer heute den Dienst antritt, kommt erst einmal zur Einsatzhundertschaft oder fährt mitunter 15 Jahre lang Streife. Häufig drohen gefährliche Situationen, Krawall – Risiko für Leib und Leben inbegriffen.“ Daher würden viele Kolleginnen rasch ihre Illusionen verlieren.  

Polizistinnen mit Kindern

Und was für Plickert ebenfalls nicht zu unterschätzen ist: „Noch schwieriger wird’s für die Kolleginnen, wenn sie Kinder bekommen. Die Frauen schätzen dann die Gefährdungslage anders ein. Der Dienst belastet zusehends, weil sie sich auch noch für ihren Nachwuchs verantwortlich fühlen. Da steigt die eine oder andere aus.“

Frauenquote aus politischen Gründen

Hintergrund dieses Interviews ist, dass die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen per 1. Juli eine verpflichtende Frauenquote im Öffentlichen Dienst eingeführt hat, wobei Frauen bei gleicher Eignung (von der Aufnahme bis zur Beförderung) bevorzugt werden. Dass dadurch die Schlagkraft der Polizei geschwächt wird, ist den politisch Verantwortlichen offenbar egal oder hat sogar durchaus Methode.

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