ZDF: Wie Schattengremien die unabhängige Berichterstattung manipulieren

Der Fernsehrat des ZDF, dessen Aufgabe es ist, den Zuschauer und dessen Bedürfnisse zu vertreten, ist nicht so unabhängig, wir uns glauben gemacht wird. Foto: wikipedia.org / Tobo777 CC BY-SA 3.0
Der Fernsehrat des ZDF, dessen Aufgabe es ist, den Zuschauer und dessen Bedürfnisse zu vertreten, ist nicht so unabhängig, wir uns glauben gemacht wird.
Foto: wikipedia.org / Tobo777 CC BY-SA 3.0
6. Dezember 2016 - 11:23

Sie denken, dass Sie im Zweiten Deutschen Fernsehen objektive Informationen bekommen, mit denen Sie ihre politische Meinung bilden können? Nun, genau das wird uns immer wieder suggeriert. Unabhängige Berichterstattung, frei von jedweder Einflussnahme. Doch stimmt das?

Kommentar von Volker Hahn

Wer genau hinschaut, der muss erkennen, dass dem tatsächlich nicht so ist. Denn der Fernsehrat des ZDF, dessen Aufgabe es ist, den Zuschauer und dessen Bedürfnisse zu vertreten, ist nicht so unabhängig, wie uns glauben gemacht wird. Vielmehr wird hier hinter den Kulissen Einfluss genommen und dadurch indirekt auch unsere Meinung mitbestimmt. Denn unabhängige Meinungsbildung bleibt uns dadurch von vornherein - und mehrheitlich ohne unser Wissen - verwehrt.

Von Schattengremien in "gewisse Richtungen" gelenkt

Uns wird nicht mitgeteilt, dass hinter den Türen des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Positionen im Ausschuss des Fernsehrats für politische Zwecke verteilt und missbraucht werden. Dieter Stolte etwa, selbst ehemaliger ZDF-Intendant, habe, so sagt er selbst, regelmäßig Treffen besucht, bei denen in bestimmte Richtungen gelenkt wurde.

Diese Schattengremien werden ganz unschuldig "Freundeskreise" genannt. Doch so unschuldig sind sie nicht, denn in ihnen werden sowohl neue als auch alte Fernsehratsmitglieder politisch eingeordnet und von vorne herein ihrer eigentlichen Rolle, nämlich der des unpolitischen Vertreters des ZDF-Zuschauers, beraubt.

"Freundeskreise" manipulieren selbst Sender-Eliten

Schlimmer noch: Die Freundeskreise manipulieren selbst die Sender-Eliten im ZDF. Zwei „politische Strukturen mit großem Einfluss“ verstecken sich, so Stolte, hinter den Freundeskreisen, die bereits kurz nach der ZDF-Gründung im Jahr 1961 entstanden sind und - halten Sie sich fest - Positionen im Fernsehrat vergeben.

Einerseits gibt es den schwarz konservativen CDU-Freundeskreis, andererseits den roten SPD-Freundeskreis, denn die deutschen Spitzenparteien sind seit jeher im ZDF vertreten. Hier davon zu sprechen, dass dies die Ausrichtung des Senders nicht beeinflusst, käme einer glatten Lüge gleich.

Unabhängige Berichterstattung unter diesen Vorgaben unmöglich

Sowohl Fernsehratsmitglieder, als auch ZDF-Intendant Thomas Bellut und seine Stellvertreterin sind regelmäßig in der Runde der Freundeskreise anzutreffen. Ja, Fakt ist sogar, dass alle, die beim ZDF einen hochrangigen Posten einnehmen möchten, die parteiischen Freundeskreise zu besuchen haben. Da noch von unabhängiger Berichterstattung zu sprechen, ist fast schon lachhaft.

Wie konnte es dazu kommen und warum gibt es hier nicht mehr Transparenz? Wir haben in unserem vollständigen Artikel zum Thema weitere Fakten zusammengetragen.

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