Ostasiatische Baumwanzen kommen gern über geöffnete Fenster ins Haus und verbreiten üblen Geruch.

Foto: Bild: Alpsdake / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Ostasiatische Baumwanze macht sich in Österreich stinkend breit

Einwanderung kann auch Geruchsbelästigung nach sich ziehen: Die Rede ist hier nicht von Kebap-Ständen, sondern von der marmorierten Baumwanze (Halyomorpha halys) aus Ostasien, die sich in Wien derzeit breit macht. Diese verbreitet unangenehmen Gestank. Sie hat sich in den vergangenen Herbstwochen, und damit kurz vor dem Kälteeinbruch, in ganzen Schwärmen an Hausmauern festgesetzt und dringt über geöffnete Fenster und Türen sogar in Wohnräume ein. In den vergangenen Wochen gingen hunderte Anrufe in der MA 42 (Stadtgartenamt) ein, die sich über diesen Fremdling beschweren.

Die Baumwanzen sind zwölf bis siebzehn Milimeter lang, grau bis braun marmoriert und haben an den Seitenrändern ihres Hinterleibs schwarz-weiße Flecken in einer spezifischen Musterung. Eingeschleppt soll dieses Insekt ursprünglich über Warenlieferungen worden sein.

Baumwanzen besiedeln heimische Pflanzenwelt

Die Baumwanzen besiedeln unterjährig die heimische Pflanzenwelt. Besonders beliebt sind bei der Baumwanze vor allem Beeren-, Stein- und Kernobst. Daneben werden auch Ziersträucher wie Hibiskus oder Feuerdorn bevölkert. Bei Bäumen hat sie eine Vorliebe für Ahorn, Weiden und Zedern. Obwohl sich die Wanzen von Pflanzensaft ernähren, wird von Experten davon ausgegangen, dass Pflanzen keine Dauerschäden davon tragen.

Dass Einwanderung von Insekten keineswegs immer harmlos ausgeht, zeigt aber etwa der Schwammspinner, der in den USA bereits ganze Waldbestände durch seine Ausbreitung bedroht.

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