Neue Erkenntnisse zum Tod: Muss das Grab Aliyevs geöffnet werden?

Foto: Bild: Haeferl / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Rakhat Aliyev: Rechtsanwälte kündigen neue Erkenntnisse zum Tod an

Neue Erkenntnisse soll es am kommenden Montag in der brisanten Justizcausa Rakhat Aliyev geben. Die Rechtsanwaltskanzlei Manfred Ainedter hat um 10:30 Uhr ins Cafe Landmann zu einer Pressekonferenz geladen, wo rund ein Jahr und zehn Monate nach dem Tod des ehemaligen kasachischen Politikers und Diplomaten Aliyev neue Fakten zum mutmaßlichen Selbstmord offengelegt werden sollen:

DDr. Rakhat ALIYEV ist bekanntlich am 24.02.2015 in der Justizanstalt Wien Josefstadt ums Leben gekommen. Die Justizbehörden haben unmittelbar danach erklärt, es handle sich um Selbstmord und haben rasche, transparente und umfassende Ermittlungen zugesichert. Das Ministerium hat eine Expertenkommission unter der Leitung eines pensionierten Generalprokurators eingesetzt, um die Ermittlungen begleitend zu kontrollieren. DDr. Rakhat ALIYEV hätte am 10.12.2016 seinen 54. Geburtstag gefeiert. Während die Justiz von Selbstmord ausgegangen ist, haben die Familie und DDr. Aliyevs Anwälte einen Selbstmord stets ausgeschlossen. Nunmehr liegen völlig neue Erkenntnisse zu den Todesumständen vor. Die Öffentlichkeit wird am Montag, den 12.12.2016 um 10:30 in einer Pressekonferenz im Cafe Landtmann in Wien, Universitätsring 4, über die neuen Erkenntnisse umfassend informiert.

Justizministerium ging 2015 von Selbstmord aus

Während das Justizministerium 2015 von einem Selbstmord Aliyews ausgeht, bezweifeln seine Anwälte, aber auch viele Medienberichte den Todeshergang massiv. Hauptgrund für diese Zweifel sind nicht nur die Umstände des Todes, der nur einen Tag vor einer brisanten Vernehmung Aliyews eingetreten war. Dazu kommt, dass mit Justizminister Wolfgang Brandstetter aktuell ein ehemaliger enger Rechtsberater Aliyews Chef der Justizverwaltung ist und es auch umfangreiche Verwicklungen des Toten in Immobiliengeschäfte in Österreich gegeben hat. 

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