Wieder wurden Kopten in Ägypten Ziel von Islamisten. In Wien findet am 12. Dezember ein Fackelzug gegen Christenverfolgung statt.

Foto: Bild: Chetanya Robinson / flickr (CC BY 2.0)
Über 20 Tote bei Terroranschlag auf koptische Kathedrale in Kairo

Kurz bevor das Weihnachtsfest begangen wird, müssen Christen auf aller Welt wieder um ihr Leben fürchten, da vor allem Muslime in dieser Zeit häufig Anschläge auf Gebäude und Feiern verüben. Nun traf es wieder die Kopten in Ägypten. Über 20 Gläubige starben bei einem Terroranschlag.

Bombenterror in Kathedrale

Wie diverse Nachrichtenagenturen berichten, dürften Terroristen eine Bombe in eine der größten koptischen Kirchen in Kairo, die St. Marks Cathedral, geworfen haben. Bei der Detonation wurden mehr als 20 Gläubige getötet und an die 40 verletzt. Besonders brisant ist dieser Terrorakt auch, weil die Kathedrale Sitz des koptischen Papstes Tawadros II. ist.

Immer wieder werden die christlichen Kopten in Ägypten, die immerhin zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, Opfer brutaler Terroranschläge, aber auch systemischer Diskriminierung durch die muslimische Bevölkerungsmehrheit. Erst im Juni dieses Jahres brannten aufgebrachte Muslime zahlreiche Häuser von Kopten nieder, Unzensuriert.at berichtete darüber und auch in Unzensuriert-TV über die fürchterliche Lage der Christen im Nahen Osten:

Fackelzug gegen Christenverfolgung am 12.12 in Wien

Am Montag, dem 12. Dezember, findet in Wien der traditionelle Fackelzug gegen Christenverfolgung unter dem Motto "Stopp Christenverfolgung" statt. Bei der Demonstration, die um 17:15 Uhr bei der Staatsoper beginnt und über die Kärntnerstraße bis zum Stephansdom führt, wird auf die prekäre Situation der verfolgten Christen in Nahost, Afrika und Asien aufmerksam gemacht. 20 katholische, evangelische, orthodoxe und konfessionslose Organisationen beteiligen sich. Auch Kardinal Christoph Schönborn wird diesmal teilnehmen. Beendet wird der Marsch mit einem ökumenischen Wortgottesdienst.

Mittlerweile werden weltweit über 100 Millionen Christen verfolgt. Ein Novum in der Geschichte der Christenverfolgung, und das im 21. Jahrhundert. Besonders schlecht geht es Christen in Nordkorea, Pakistan, Nigeria, Irak und Syrien.

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