Muslimbrüder stecken hinter blutigem Anschlag auf christliche Kopten

Die Muslimbruderschaft, auch in Österreich bestens vernetzt, ist nur eine Gruppe, die Christen vorsätzlich verfolgt und tötet. Foto: Jo Naylor / flickr (CC BY 2.0)
Die Muslimbruderschaft, auch in Österreich bestens vernetzt, ist nur eine Gruppe, die Christen vorsätzlich verfolgt und tötet.
Foto: Jo Naylor / flickr (CC BY 2.0)
14. Dezember 2016 - 7:58

Laut Informationen des ägyptischen Innenministeriums dürfte die verbotene Muslimbruderschaft hinter dem verheerenden Terroranschlag auf die größte koptische Kathedrale St. Marks stecken, unzensuriert.at berichtete. Die Islamisten finanzierten den Attentäter und seine Helfer vom Emirat Katar aus. 

Anschlag sollte Frauen und Kinder töten

Bei dem Anschlag wurden 24 Menschen getötet und mehr als 50 zum Teil schwer verletzt. Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen in der Kirche, wo Körperteile und blutüberströmte Leichen herumlagen. Der Anschlag sollte besonders christliche Frauen und Kinder treffen. 

Präsident Abdel Fattah al-Sisi gab bereits einen Tag später die Festnahme von insgesamt vier Verdächtigen bekannt. Der Anschlag soll von einem 22-Jährigen Anhänger der Muslimbruderschaft verübt worden sein. Er wurde bereits 2014 verhaftet, später aber wieder freigelassen. Al-Sissi kündigte nach dem Anschlag eine dreitägige Staatstrauer an. 

Marsch gegen Christenverfolgung im Zeichen des Terroraktes

Am Montag fand der Fackelzug gegen Christenverfolgung in Wien statt, an dem Kardinal Christoph Schönborn aufgrund einer Erkrankung doch nicht teilnahm. Der Demonstrationszug mit mehr als einhundert Teilnehmern stand im Zeichen der Solidarität mit den koptischen Christen und allen anderen Christen, die tagtäglich (moslemischen) Terror erleiden müssen. 

In seiner Grußbotschaft sprach Schöborn immerhin von "Märtyrern", welche die getöteten Kopten seien. In Hinblick auf das politische Schweigen zur weltweiten Christenverfolgung meinte der Kardinal: 

Auch wenn die Staatengemeinschaft begonnen hat, sich damit intensiver auseinanderzusetzen, braucht es beständigen öffentlichen Druck – und sichtbare Zeichen der Solidarität.

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