Der Mörder von Maria L. wurde in Griechenland bereits wegen einer ähnlichen Tat verurteilt – und bald wieder freigelassen.

Foto: Bild: Andreas Schauer-Villanueva / flickr (CC BY-ND 2.0)
Afghanischer Studentinnen-Mörder aus Freiburg ist Wiederholungstäter

Der in Untersuchungshaft befindliche mutmaßliche Mörder der Freiburger Studentin Maria L.ist neuesten Medienberichten zufolge bereits wegen eines ähnlich gelagerten Deliktes in Griechenland in Haft gewesen, wie auch focus.de berichtet.

Bei der in Griechenland im Mai 2013 verübten Straftat handelte es sich ebenfalls um einen Überfall auf eine Studentin, bei dem die Frau zunächst beraubt und anschließend von dem Afghanen über eine Klippe gestoßen wurde. Zum Glück kam das Opfer in diesem Fall „nur“ mit schwersten Verletzungen davon und hat den Angriff des gewalttätigen Migranten knapp überlebt, wie aus einem Bericht des Stern hervorgeht.

Täter in Griechenland bereits verhaftet

Laut griechischen Medienberichten wurden gegen den Afghanen damals Untersuchungen wegen versuchten Mordes und schweren Raubes eingeleitet. In diesem Zusammenhang wurde er auch verhaftet. Obwohl von Seiten der griechischen Behörden erhebliche Zweifel bestanden, konnte nicht bewiesen werden, dass der Afghane zum Zeitpunkt der Tatbegehung älter als die von ihm angegebenen 17 Jahre gewesen war. In einem Gerichtsprozess 2014 wurde der Täter zu zehn Jahren Haft verurteilt. Seine Anwältin gab damals an, dass der Afghane die Tat bereue.

Griechische Polizei schweigt zu Haftentlassung

Warum der Gewalttäter, der zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, nach nicht einmal einem Jahr aus der Haft entlassen wurde, dazu schweigt man von Seiten der griechischen Behörden bisher beharrlich. Ob man in Griechenland also der Auffassung ist, Gewalttäter einfach „weiterzuleiten“, um sich nicht noch größeren Herausforderungen in diesem Land stellen zu müssen, oder ob man diese Handlung als „kreative“ Abschiebe-Taktik werten soll, bleibt vorerst dahingestellt.

Griechische Anwältin identifiziert Afghanen als Täter von Freiburg

Die Anwältin des Afghanen hat allerdings gegenüber deutschen Medien bereits schockiert eingestanden, dass es sich bei dem Täter von Freiburg zweifelsfrei um den damals von ihr auf Korfu vertretenen Gewalttäter handle. Im November 2015 ist Besagter dann als "unbegleiteter Minderjähriger" unter dem Namen Hussein K. in Deutschland registriert worden.

Obwohl die griechischen Behörden bereits zwei Jahre zuvor berechtigte Zweifel an der Altersangabe des Afghanen hatten, irritierte das die deutschen Behörden scheinbar nicht, da wurde er als unbegleiteter Minderjähriger anerkannt, gab er doch an, 16 Jahre alt zu sein. Somit wäre er ein Jahr jünger gewesen als bei der Tatbegehung in Griechenland zwei Jahre zuvor.

Täter von anderen Flüchtlingen ebenfalls identifiziert

Aufgrund von Recherchen des Stern hätten zwei Flüchtlinge Hussein K. an Hand einer Tätowierung in Kerzenform auf dessen Brustkorb als den Täter von Korfu identifiziert. Die beiden hatten unabhängig voneinander mit dem Afghanen Kontakt gehabt. Eben diese Tätowierung taucht auf einem Foto des mutmaßlichen Mörders von Maria L. in Freiburg auf.

Amtshilfeersuchen der deutschen Behörden an Griechenland

Großes Schweigen herrscht im Umfeld des Mordfalles um Maria L. aus Freiburg. Weder die Freiburger Polizei, der Anwalt des mutmaßlichen Mörders, noch der Täter Hussein K. selbst haben sich bis dato zu den Vorfällen in Griechenland geäußert. Wie allerdings der Nachrichtensender n-tv berichtet, habe die deutsche Justiz nun ein Amtshilfeansuchen an die griechischen Behörden in diesem Zusammenhang gestellt.

Herbe Kritik an fehlender Berichterstattung der ARD

Während die meisten anderen Medien laufend über die Entwicklungen im Mordfall an Maria L. in Freiburg berichteten, glänzte die ARD durch beharrliche „Verweigerung“ der Berichterstattung in dieser Causa (ähnlich wie der ORF vor der Bundespräsidentenwahl). Die offizielle Begründung für dieses Vorgehen der Fernsehanstalt sorgte nun für scharfe Kritik in der Öffentlichkeit und den sozialen Netzwerken. Man begründete das Versäumnis seitens der ARD nüchtern mit „einem regionalen Ereignis und keiner Nachricht, die der 20.00 Uhr Ausgabe der Tagesschau würdig gewesen wäre“.

Damit hatte man sich quasi selbst widersprochen, werden doch seit Jahrzehnten diverse nationale wie internationale „regionale“ Ereignisse und Straftaten dem Zuseher durch ARD  in ihrer Tagesschau öffentlichkeitswirksam näher gebracht. Erst nachdem Zuseher diese mangelnde Berichterstattung in sozialen Netzwerken mit gezieltem Unterdrücken von „Negativnachrichten“ über Straftaten, begangen durch Einwanderer, in Zusammenhang brachten und dieses Verhalten scharf verurteilten, reagierte die ARD.

"Nachgeschossene" Berichte, links gefärbt

Stand da doch ganz plötzlich das „Lügenpresse-Gespenst“ im Raum?  Ganz „auf die Schnelle“ wurden zwei  Beiträge in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ zum Thema Mordfall Freiburg „nachgeschossen“. Ein etwas schaler Beigeschmack war dennoch geblieben, sorgte man sich doch in den Beiträgen mehr um den möglicherweise schwindenden „linksliberalen Geist“ der Stadt Freiburg, als um die wahrheitsgetreue Berichterstattung über Ereignisse, die leider scheinbar schon zum bundesdeutschen Alltag gehören.

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