Grüne: "Tante" Eva maßregelt den schlimmen Peter und macht die Partei zum Kindergarten

Die grüne Bundessprecherin zog öffentlich über ihren „Parteifreund“ her - und musste sich wieder entschuldigen. Foto: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria/ Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Die grüne Bundessprecherin zog öffentlich über ihren „Parteifreund“ her - und musste sich wieder entschuldigen.
Foto: Franz Johann Morgenbesser from Vienna, Austria/ Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
15. Dezember 2016 - 18:11

Mangels inhaltlicher Ideen hat die grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig-Piesczek versucht, mit einer Kabaretteinlage in die Schlagzeilen zu kommen. Es ist ihr gelungen.

Der Posse erster Teil

Im Zuge des innerparteilichen Disputs um die künftige Ausrichtung der grünen Partei hatte die Bundessprecherin Eva Glawischnig ihrem widerspenstigen Parteifreund Peter Pilz vorgeworfen, nicht für den Unabhängigsten der Unabhängigen gespendet zu haben und sich nicht einmal im Wahlkampf für ihn engagiert zu haben.

Schlimm genug, dass Funktionäre von der Parteiführung anscheinend dazu genötigt wurden, den Wahlkampf des "unabhängigen" Kandidaten, der doch nicht einmal mehr aktives Parteimitglied war, zu finanzieren, hielt es die Chefin für opportun, den vermeintlichen Nichtzahler Pilz öffentlich anzuprangern und bloßzustellen.

Der Posse zweiter Teil

Wie bereits bekannt, war dies jedoch ein Schuss ins Knie. Peter Pilz war nämlich eh brav und folgsam gewesen. Sogar 1.000 Euro hat er für den „unabhängigen“ VdB gespendet - völlig freiwillig natürlich. Als wäre die fälschliche Anschuldigung nicht schon peinlich genug gewesen, musste die Obergrüne daher zurückrudern und sich für den Fauxpas entschuldigen.

Letzter Akt

Mit ihrer Entschuldigung setzte Glawischnig allerdings nochmal einen drauf. Zweimal habe sie die Abgeordneten aufgefordert zu spenden, Pilz sei dem nicht nachgekommen. Sie habe übersehen, dass er im August dann doch noch gespendet habe, rechtfertigt sie sich nun im Standard. Es wurde also penibel kontrolliert, wer gezahlt hat oder auch nicht, und säumige Zahler erhielten anscheinend sogar ein Mahnschreiben.

Und wer dann vermeintlich immer noch nicht gezahlt hat, zog sich den Groll der Chefin persönlich zu – der reinste Kindergarten. Und das alles für einen Kandidaten, der doch so rein gar nichts mit der grünen Partei zu tun hat.

 

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