Empörung über deutsche Justiz: U-Bahn-Treter konnte flüchten, Bandenmitglied auf freiem Fuß

Der U-Bahn-Treter soll nach Bulgarien geflüchtet sein. Ein Bandenmitglied, ebenfalls Bulgare, wurde von der Polizei wieder frei gelassen: kein strafbares Verhalten nachweisbar! Foto: Screenshot / YouTube anonymousnews.ru
Der U-Bahn-Treter soll nach Bulgarien geflüchtet sein. Ein Bandenmitglied, ebenfalls Bulgare, wurde von der Polizei wieder frei gelassen: kein strafbares Verhalten nachweisbar!
Foto: Screenshot / YouTube anonymousnews.ru

Als ob die Brutalität, mit der eine Migranten-Bande gegen eine junge Frau in der Berliner U-Bahnstation vorging, nicht genug wäre, schocken nun auch die Behörden mit ihrem nicht nachvollziehbaren Verhalten die deutsche Bevölkerung.

Im stern TV kritisierte Polizeigewerkschafter Erich Rettinghaus, dass das Überwachungsvideo, das den Täter dabei zeigt, wie er einer Frau auf einer Treppe in den Rücken tritt, erst Wochen nach dem Vorfall an die Öffentlichkeit kam. Und ein Bandenmitglied des U-Bahn-Treters, das gefasst werden konnte, ist wieder auf freiem Fuß.

Kein strafbares Verhalten nachgewiesen

Laut compact-online konnte dem Verhafteten kein konkretes strafbares Verhalten nachgewiesen werden. Zu Recht fragt die Zeitung:

Wie wär’s mit Bandenkriminalität? Oder unterlassener Hilfeleistung? Gibt´s diese Begriffe nicht mehr in der deutschen Rechtssprechung? Ist man hier höherenorts einfach nur bekloppt oder WILL man solche Übergriffe? Wenn letzteres, dann gehören politisch, legislativ und exekutiv Verantwortliche höchstselbst hinter Schwedische Gardinen.

Bürokratische Hürden bei Öffentlichkeitsfahndung

Compact steht mit dieser Meinung wohl nicht alleine da. Die Wogen gehen in diesem Fall besonders hoch. Selbst der Chef der nordrhein-westfälischen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, versteht die bürokratischen Hürden einer Öffentlichkeitsfahndung nicht. Im stern TV sagte er am Mittwoch:

Wir würden uns wünschen, wir könnten früher an die Öffentlichkeit gehen. Wenn wir gutes Bildmaterial haben, muss das zeitnah hinaus. Wir sind als Polizei daran gebunden, erst alle anderen Mittel auszuschöpfen.

Polizeigewerkschafter: "Wieder mehr an die Opfer denken"

Die Täterrechte, so Rettinghaus im Fernsehen, würden in Deutschland sehr hoch hängen. Aber: "Wir müssen wieder mehr an die Opfer denken." Wie die Behörden wirklich arbeiten, zeigt, wie viel Engagement sie dafür aufbringen, um herauszufinden, wie das Überwachungsvideo vom U-Bahntreter zur Bild gekommen ist. Deshalb wurde gar eine Strafanzeige von Amts wegen aufgenommen, berichtet Epoch Times.

Die Veröffentlichung des Videos hat aber den Stein erst ins Rollen gebracht und mitgeholfen, die Täter zu identifizieren.  Während ein Bandenmitglied unverständlicher Weise wieder auf freiem Fuß ist, soll der Haupttäter nach Bulgarien geflüchtet sein. Das vermutete auch Polizeigewerkschafter Rettinghaus im stern TV. Bei den Tätern soll es sich um bulgarische Staatsbürger handeln.

Porminente Deutsche setzen Kopfgelder aus

Während in der Bevölkerung das Verhalten der Justiz empört beobachtet wird, greifen prominente Deutsche zu einer Art Selbstjustiz und setzen - wie aus Westernfilmen bekannt - Kopfgelder auf die mutmaßlichen Verbrecher aus. Angefangen damit hat der Berliner Promi-Leibwächter Michael Kuhr, der für die Ergreifung "dieses Bastards" laut Morgenpost zweitausend Euro locker machte. Schlagerstar Gunter Gabriel (74) legte nach und bietet für die Ergreifung des Täters fünftausend Euro. Das Video hat auch den Sänger schwer erschüttert. Gegenüber der Bild sagte er:

Was mit dieser Frau gemacht wurde, ist unsäglich. Ich möchte nochmal 5.000 drauf legen, der Kerl muss gefunden werden.

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