Dänischer Kurdin droht Haftstrafe, weil sie Terrormiliz IS mit Waffen bekämpft hat

Verkehrte Welt: Joanna Palani, derzeit unter Hausarrest gestellt wegen ihres Kampfes gegen den IS. Foto: Screenshot, Tez / YouTube
Verkehrte Welt: Joanna Palani, derzeit unter Hausarrest gestellt wegen ihres Kampfes gegen den IS.
Foto: Screenshot, Tez / YouTube
16. Dezember 2016 - 9:37

Hunderttausende junge, gesunde Männer aus Syrien oder dem Irak zeigten kein Interesse, ihre Heimat zu verteidigen, zumal es in Europa, wohin man lieber hinreist, als zu kämpfen, an Annehmlichkeiten nicht mangelt. Eine 23-jährige junge Frau allerdings scheute den Kampf nicht und hat ein ganzes Jahr lang an Seite der Kurden in Syrien und im Irak gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ihren „Mann“ gestellt.

Kampf an der Seite der Peschmerga

Diese Frau heißt Joanna Palani, war Studentin an der philosophischen Fakultät, schmiss dieses Studium hin und schloss sich, damals 20-jährig, den kurdischen Peschmerga Einheiten an. Sie nahm sowohl an direkten Kämpfen als auch an Geiselbefreiungen teil. Überdies unterwies sie Rekrutinnen im Waffengebrauch.

Nun allerdings könnte ihr der Einsatz gegen diese mohammedanischen Terroristen strafrechtlich zum Verhängnis werden, denn ihr drohen nach dänischen Gesetzen sechs Monate Haft.

Behörden beschlagnahmten Pass

Begonnen hat alles damit, dass Joanna Palani, die als Kind die dänische Staatsbürgerschaft erhielt, zu einem Kurzurlaub nach Dänemark zurückkehrte. Als sie wieder zur Verteidigung ihrer alten Heimat ausreisen wollte, verboten ihr die dänischen Behörden das Verlassen des Landes und beschlagnahmten ihren Pass.

Als Argument für diese Maßnahme argumentierten die Behörden mit einem dänischen Gesetz, welches den Beitritt dänischer Staatsbürger zu Terrororganisationen im Nahen Osten bei Strafe verbietet. Freilich richtet sich dieses Gesetz im eigentlichen Sinne an Dänen, die mit dem IS sympathisieren und sich diesem anschließen wollen oder angeschlossen haben.

Kurden werden vom Westen unterstützt

Nun gab die Frau sogar in einer Radiosendung zu, gegen dieses Ausreiseverbot verstoßen zu haben, weil sie im Juni nach Katar gereist wäre. Ob sie weiter nach Syrien fuhr und wieder an Kämpfen teilgenommen hat, ist nicht bekannt. Dennoch droht der jungen Kurdin nun eine Haftstrafe.

Im Radio beteuerte sie: „Ich habe mich dem IS nicht angeschlossen. Ich kämpfte an der Seite der Kurden, die von den USA, Großbritannien, Deutschland, Dänemark und vielen anderen Staaten unterstützt werden.“

Bewundernswerter Mut

Zwar kann man nicht abstreiten, dass der dänische Staat in diesem Fall wahrscheinlich korrekt nach den Buchstaben des Gesetzes handelt. Aber anderseits muss der Mut der jungen Frau bewundert werden, der es ein Anliegen ist, die mohammedanischen Terroristen nicht nur mit schönen Worten zu bekämpfen, sondern aktiv zu handeln. Das hatten viele sogenannte Flüchtlinge in Europa, die mit Sicherheit gar nicht mehr andenken, in ihre Heimat zurückzukehren, vom Anfang an gar nicht im Sinn…

 

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