Doch keine Satire! Syrischer Kolumnist fordert: Parteien wie FPÖ und AfD verbieten

Der syrische Autor Aras Bacho provoziert immer wieder mit seinen radikalen Kommentaren zur Migrationskrise in Europa. Veröffentlicht werden sie in der "Huffington Post", aber auch auf oe24.at. Foto: Screenshot / The Huffington Post
Der syrische Autor Aras Bacho provoziert immer wieder mit seinen radikalen Kommentaren zur Migrationskrise in Europa. Veröffentlicht werden sie in der "Huffington Post", aber auch auf oe24.at.
Foto: Screenshot / The Huffington Post
15. Dezember 2016 - 16:31

Der syrischer Autor und Kolumnist Aras Bacho ist unzensuriert.at-Lesern womöglich durch provokante Forderungen wie "Arabische Ortstafeln in Europa" oder "Gratis Smartphones für Flüchtlinge" bereits ins Gedächtnis gerückt. Nun führte die öberösterreichische Zeitung Wochenblick ein Interview mit dem Autor, der unter anderem für die deutsche Ausgabe der Huffington Post schreibt.

Die Lektüre zeigt deutlich: Die Annahme, bei Bacho könne es sich um ein Satire-Projekt handeln, mit dem Gutmenschen die Irrationalität ihrer Forderungen durch völlig skurrile Überzeichnung vorgehalten wird, ist unbegründet. Der junge Mann denkt wirklich, wie er schreibt, und teilweise sogar noch extremer.

Flüchtlingsgegner sollen Land verlassen

Erneut kritisierte der 18-jährige Syrer Deutsche und Österreicher, die sich gegen ungezügelte Migration und fatale Auswirkungen dieser Politik aussprechen. Menschen, die gegen Flücthlinge demonstrieren, sollten "ihre Koffer packen und das Land verlassen".

Auch soziale Netzwerke möchte der Autor stärker zensuriert sehen. Kritik an Politikern wie Merkel, wie sie etwa von AfD-Chefin Frauke Petry formuliert wird, ist für ihn nicht tragbar.

Parteien wie FPÖ und AfD verbieten

Auf die Frage, ob man denn Parteien wie die FPÖ und AfD aufgrund ihrer Islam-Kritik verbieten sollte, antwortete Bacho:

Ja, denn nicht jeder Moslem ist ein Terrorist. [...] Wenn eine Partei das beste für das  Land will, dann  sollte sie nicht nur auf eine Religion achten, sondern sich darauf konzentrieren, dass die Terroristen, die Schleuser, festgenommen werden.

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