Gesundheitsministerium: Bereits 30 Zika-Virus-Fälle in Österreich bekannt

Zika: Mosquito-Stiche im Urlaub und Sex übertragen das Virus mittlerweile auch nach Österreich  Foto: NIAID / Wikimedia  (CC-BY-2.0)
Zika: Mosquito-Stiche im Urlaub und Sex übertragen das Virus mittlerweile auch nach Österreich
Foto: NIAID / Wikimedia (CC-BY-2.0)
16. Dezember 2016 - 18:49

Der Zika-Virus wütet auch in Österreich. Dies geht aus einer Anfragebeantwortung des Gesundheitsministeriums an FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein hervor. Bis Anfang November 2016 wurden in Österreich bereits 30-Zika-Virus Fälle bekannt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher sein, da man davon ausgeht, dass vier von fünf Zika-Infektionen unbemerkt bleiben, wie Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser  (SPÖ) gegenüber dem Parlament bekannt gab:

(…) In Österreich sind nur bestätigte Fälle, nicht aber der bloße Verdacht einer ZikavirusInfektion meldepflichtig. Hier wurde im Jahr 2015 ein Fall von Zika-Virusinfektion gemeldet. Mit Stand 3. November 2016 wurden für 2016 in Summe 30 Fälle von Zika-Virusinfektionen gemeldet. Nach heutigem Stand des Wissens verlaufen etwa vier von fünf Zikavirus-Infektionen unbemerkt. (…)

Tourismus und Sex sind die Ursachen für den Zika-Import

Das Gesundheitsministerium sieht in Österreich selbst keine Gefahr einer Zika-Verbreitung, sehr wohl aber werden Tourismus und Sex als Ursache für einen Zika-Import genannt:

(…) In Österreich sind - wie in allen anderen europäischen Ländern - Infektionsfälle mit dem Zika-Virus bisher ausschließlich bei Rückkehrern und Rückkehrerinnen aus Epidemiegebieten aufgetreten. In vereinzelten Fällen ist es zu einer Übertragung nach Sexualkontakt mit diesen gekommen. In den Wintermonaten ist bei Österreichern und Österreicherinnen weiterhin mit importierten Infektionen während oder nach Auslandsaufenthalten zu rechnen. Das Risiko eines Ausbruchs in Österreich wird allgemein als äußerst gering eingestuft, da die Überträgermücke nicht in Österreich heimisch ist und der sexuelle Übertragungsweg keine epidemiologische Relevanz hat.(…)

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