Linus Förster von der SPD wurde unter Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs festgenommen.

Foto: Bild: Gerd Seidel (Rob Irgendwer) - Own work / Wikimedia CC BY-SA 3.0
Ex-SPD-Politiker unter Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs festgenommen

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, ist am Donnerstag der ehemalige schwäbische SPD-Chef Linus Förster unter dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs verhaftet worden. Ermittler sollen bei dem Landtagsabgeordneten auch Kinderpornos gefunden haben.

Anzeige einer Prostituierten

Auslöser der Ermittlungen gegen Förster soll eine Anzeige einer Prostituierten gewesen sein. Die Augsburger Allgemeine schreibt dazu:

Erst am Mittwochabend hatte der Rechtsausschuss des Landtags in einer nicht-öffentlichen Eilentscheidung die Immunität Försters aufgehoben. Der entsprechende Antrag der Augsburger Staatsanwaltschaft war am selben Tag eingegangen. Die Entscheidung fiel, ohne dass Försters Namen genannt wurde. Seit Anfang November ermittelt die Augsburger Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung und illegaler Filmaufnahmen. Auslöser der Ermittlungen war die Anzeige einer Prostituierten. Die Frau hatte den Politiker angezeigt, weil er Sex mit ihr ohne Einwilligung gefilmt haben soll. Auf beschlagnahmten Datenträgern Försters wurden zudem Fotos nackter minderjähriger Frauen gefunden.

Vorwürfe von Kinderpornografie neu

Laut Spiegel Online seien die Vorwürfe wegen Besitz von Kinderpornographie und schwerem sexuellen Missbrauch neu, andere Vorwürfe seien bereits früher bekannt geworden. Unmittelbar nach Bekanntwerden der staatsanwältichen Ermittlungen hätte Förster seine Posten als Bezirksvorsitzender der Sozialdemokraten in Schwaben und als stellvertretender Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Landtag ruhen lassen, so der Spiegel. Später soll er dann auch angekündigt haben, sein Landtagsmandat zum Ende des Jahres niederzulegen.

Der nächste Sexskandal in der SPD

Linus Förster ist nicht der erste SPD-Politiker, der für einen Sexskandal sorgt. 2014 kam die Affäre des SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy in die Schlagzeilen. Er legte sein Bundestagsmandat zurück, als gegen ihn wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt wurde. Dass das Gerichtsverfahren gegen Edathy gegen die Zahlung von fünftausend Euro eingestellt wurde, löste in der Folge eine Welle der Empörung in der Bevölkerung aus.

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