Angela Merkel schickt Spitzenberater in die USA, um zu erkunden, was man von ihr erwartet

Angela Merkel war bisher stets eine willige und zuverlässige Dienerin der USA. Foto: WDKrause / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Angela Merkel war bisher stets eine willige und zuverlässige Dienerin der USA.
Foto: WDKrause / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
19. Dezember 2016 - 16:33

Nachdem Angela Merkel ihren kongenialen Partner Barack Obama verloren hat, muss sie nun versuchen, sich mit seinem Nachfolger Donald Trump zu arrangieren. Doch was will der Mann eigentlich?

Merkel schickt Emissär nach New York

Nach Spiegel-Informationen schickt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel Anfang dieser Woche ihren außenpolitischen Berater Christoph Heusgen nach New York, um dort unter anderem mit Donald Trumps designiertem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn zu konferieren. Im Kanzleramt dürfte eine gewisse Orientierungslosigkeit eingekehrt sein, denn mit dem Präsidentenwechsel in den USA wird auch ein Paradigmenwechsel in der Außenpolitik erwartet.

Statt Russland-Sanktionen dürfte Trump eine Kooperation mit Russlands Präsident Wladimir Putin anstreben. Dafür wird der Iran zum neuen Feindbild der USA aufgebaut. Dem israelkritischen Kurs Obamas dürfte eine israelfreundliche Politik Trumps folgen. Und wie geht es mit der Nato-Kriegsmaschinerie weiter? Vieles scheint sich in Washington zu ändern, auch für Angela Merkel.

Was wird aus Obamas Anti-Russland-Politik?

Acht Jahre lang hat Merkel treu die Befehle ihres Vorgesetzten Barack Obama ausgeführt. Es waren acht Jahre, wo sie gemeinsame Interessen verfolgt haben, nämlich Europa und Deutschland den maximalen Schaden zuzufügen. Soeben hat die Kanzlerin Obamas letzten Befehl, die Russland-Sanktionen zu verlängern, in der EU durchgesetzt. Mit Merkels erwünschter neuen "Vorgesetzten" im Weißen Haus, Hillary Clinton, wäre alles weitergelaufen, so wie bisher. Doch mit der Wahl von Donald Trump dürfte bei Merkel eine große Verunsicherung eingekehrt sein.

 

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