Die Nähe zur Gedächtniskirche lässt einen israelischen Terrorexperten einen gezielt ausgesuchten Tatort mit Symbolcharakter vermuten.

Bild: Arturo "Feralaas" Mann - Own Work, Berlin / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Terroranschlag in Berlin: Zwölf Tote, 48 teils Schwerstverletzte, Täter Afghane oder Pakistani

Montag Abend gegen 20.30 Uhr verübte ein Attentäter nach dem „Muster“ des Anschlages von Nizza vom 14.Juli dieses Jahres ein grausames Massaker auf einem Weihnachtsmarkt in Charlottenburg, im Zentrum Berlins. Auf dem Berliner Breitscheidplatz nahe der historischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche raste ein Attentäter mit einem Lkw cirka 50 Meter weit in einen Weihnachtsmarkt und tötete dabei nach Stand Dienstag 5.00 Uhr Früh zwölf Menschen, die genaue Zahl der Schwerverletzten ist bisher noch nicht genau bekannt. Die Polizei spricht jedoch von mindestens 48 teils lebensgefährlich verletzten Personen, wie auch Zeit online berichtet.

Toter Beifahrer Pole, Lenker Afghane oder Pakistani

Aus Richtung Kantstraße Ecke Budapester Straße kommend, raste der Lkw direkt in den Weihnachtsmarkt. Die Budapester Straße und die unmittelbare Umgebung des Weihnachtsmarktes wurden von der Polizei großräumig abgesperrt. In der Budapester Straße wurde eine Sammelstelle auch für Angehörige der Opfer eingerichtet.

Der Fahrer des Aufleger-Lkw mit polnischem Kennzeichen konnte von der Exekutive offenbar bereits festgenommen werden, es soll sich um einen Pakistani oder Afghanen handeln, der als "Flüchtling" ins Land gekommen ist.

Der Beifahrer des Attentäters, ein mittlerweile identifizierter polnischer Staatsbürger, wurde bei dem Anschlag getötet. Der Lkw einer polnischen Spedition dürfte am heutigen Nachmittag gestohlen worden sein, so die Angaben des Speditionseigentümers.

Israelischer Terrorexperte war Augenzeuge

Der israelische Terrorexperte Shlomo Spiro befand sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin Charlottenburg. Im Zusammenhang mit den Geschehnissen gab er dem Nachrichtensender n-tv ein Live-Interview. Darin erklärte er offen, dass es für ihn persönlich verwunderlich war, im Umfeld des Tatorts angesichts der europaweit erhöhten Anschlagsgefahr vor allem auf derartige Weihnachtsmärkte, keine verstärkte Polizeipräsenz erkennen zu können.

Für ihn sei auch klar, dass der Anschlagsort ganz bewusst im Zentrum Berlins, in der Nähe „Trümmerruine“ der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, als historisch und christlich bedeutsamer Ort, gewählt wurde.

Deutsche Presse Agentur (DPA) nennt islamistischen Anschlag

Laut Meldung der DPA wird bereits von einem islamistischen Anschlag gesprochen. Der Berliner Bürgermeister Michael Müller hat sich bereits vor Ort an die Bevölkerung gewandt. Dabei sprach er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus, äußerte seine persönliche Betroffenheit und erklärte, dass die Situation am Unglücksort unter Kontrolle sei. 

Lesen Sie hier: Weihnachten naht merklich: Lkw rast in Berliner Christkindlmarkt – mehrere Tote

 

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