Multikulturalismus, Globalisierung und politische Korrektheit: Das Zeitalter des "kulturellen Marxismus"

Der Marxismus ist wieder zurück. Seine Triebfeder ist die Globalisierung samt ihrer politisch-korrekten Begleiterscheinungen. Foto: Gustavs Klucis / Wikimedia, gemeinfrei
Der Marxismus ist wieder zurück. Seine Triebfeder ist die Globalisierung samt ihrer politisch-korrekten Begleiterscheinungen.
Foto: Gustavs Klucis / Wikimedia, gemeinfrei

Der kulturelle Marxismus ist ein neu-heidnisches Glaubensbekenntnis und begegnet uns heute unter dem Deckmantel der Globalisierung. Die Unterstützer verwenden bewusst verharmlosende Begriffe wie „Multikulturalismus“, um die wahre Natur dieser Ideologie zu verschleiern.

Gastkommentar von Thomas F. Eisenhut

Der sogenannte „Kulturmarxismus“ ist eine Abspaltung des westlichen Marxismus und strikt vom Marxismus-Leninismus der ehemaligen Sowjetunion zu unterscheiden.

Der kulturelle Marxismus fand seinen Ursprung nach dem Ersten Weltkrieg. Die ursprüngliche marxistische Theorie hatte den Anspruch, die arbeitende Klasse solle sich erheben und den Kapitalismus stürzen, um den Kommunismus zu begründen. Allerdings erfüllte sich diese Weissagung nur in Russland und nicht in den anderen europäischen Ländern.

Anlaufschwierigkeiten

Was war schief gelaufen bei der geplanten Vereinigung der Arbeiterschaft und der Einführung des Kommunismus in Europa? Zwei marxistische Theoretiker, Antonio Gramsci aus Italien und Georg Lukacs in Ungarn hatten die Antwort darauf. Ihrer Ansicht nach hatten die westliche Kultur und die christliche Religion den wahren Wert der Arbeiterklasse verblendet. Die westliche Kultur sollte ausgelöscht werden, um den Kommunismus möglich zu machen. Als eine der ersten Amtshandlungen in der kurzen bolschewistischen ungarischen Bela-Kun Regierung führte Lukacs im Jahre 1919 eine radikale Sexualerziehung für Kinder an öffentlichen Schulen ein, um die traditionelle Sexualmoral zu zerstören. Dies hatte nachhaltige Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Die Frankfurter Schule

Wenige Jahre später erfolgte durch deutsche Marxismus-Theoretiker die Begründung des „Kulturmarxismus“ an der Frankfurter Universität, besser bekannt als „Frankfurter Schule“. Bekannte Mitglieder waren Max Horkheimer, Theodor Adorno, Wilhelm Reich, Erich Fromm und Herbert Marcuse. Jedoch waren sie im Unterschied zu Marx der Auffassung, dass die Arbeiterschaft nie eine Revolution anführen könne, weil diese bereits Teil der verhassten Mittelklasse geworden ist. Deshalb meinte Marcuse in den fünfziger Jahren, dass ein Bündnis aus Schwarzen, Studenten, Feministinnen und Homosexuellen dieses Vakuum füllen könne.

„Familie ist Keimzelle des autoritären Staates“

Aufgrund der Machtergreifung Adolf Hitlers musste diese „intellektuelle“ Bewegung nach Amerika auswandern und führte von nun an ihren Kampf gegen die westliche Kultur von den USA aus durch, indem sie die sogenannte „Kritische Theorie“ begründete. Damit sollten traditionelle und konservative Institutionen wie beispielsweise die Familie kritisiert und letztlich demontiert werden. Es folgten zahlreiche Studien, wodurch Personen, welche an solche Institutionen glaubten, kurzerhand als „Rassisten“, „Sexisten“, „Faschisten“ oder einfach als „krank“ diffamiert wurden. Wilhelm Reich verunglimpfte die „kleinbürgerliche Familie“ überhaupt als „zentrale reaktionäre Keimzelle des autoritären Staates“.

Kreuzung Marx mit Freud

Die wichtigste Bereicherung für die Frankfurter Schule war die Verknüpfung von Marxistischen Theorien mit der Technik der psychologischen Konditionierung. Dadurch versuchen Kultur-Marxisten auch heutzutage zum Beispiel Homosexualität als harmlos darzustellen und zu normalisieren, indem sie dieses Phänomen nicht philosophisch argumentieren.

Rückkehr nach Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die meisten Vertreter der Frankfurter Schule wieder zurück nach Deutschland. Jedoch blieb Herbert Marcuse in Amerika, um die „Kritische Theorie“ weiterzuentwickeln, die abstrusen Lehren unter den Studenten zu verbreiten und avancierte zum Guru der „Neuen Linken“.

Begründer der „Schein-Toleranz“

In dem Buch „Triebstruktur und Gesellschaft“ beschrieb Marcuse die „Utopie“ einer Gesellschaft der sexuellen Befreiung von jeglichen Zwängen, ohne Arbeit und der Erhöhung des Freude-Prinzips. Er argumentierte auch die sogenannte „befreiende Toleranz“, welche er als Duldsamkeit definierte, die ausschließlich für sämtliche Ideen der „Linken“ und strikte Intoleranz für Gedanken der politischen „Rechten“ bedeutete.

Neuer Konservatismus

Historiker William S. Lind ist der Auffassung, dass der neue Konservatismus diese Weltanschauung und deren Instrumente wie die politische Korrektheit und den „Multikulturalismus“ demaskieren müsste, damit die Gesellschaft das wahre Ziel dahinter erkennen könnte. Die Endabsichten sind jene, dass die traditionelle westliche Kultur und das Christentum zerstört werden sollen.

Die politische Korrektheit als neue „Religion“ des Westens steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der herrschenden Elite und den „Multi-Kulti“- Anhängern.

Kommt eine Zeitenwende?

Wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir feststellen, dass der „Kultur-Marxismus“ bereits erfolgreich war und viel gesellschaftliches Unheil angerichtet hat. Vielleicht erleben wir derzeit aber eine Zeitendwende in der politischen Entwicklung, und die kulturellen „Marxisten“ können aus dem Mainstream verdrängt werden …

Thomas F. Eisenhut BA MA, politisch-analytischer Autor und Vertreter des „New Journalism for Austria“ - Dieser Artikel erschien auf dem libertären Blog www.konterrevolution.at

wandere aus, solange es noch geht

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Kommentare

4
1

Der Marxismus ist keineswegs neuheidnisch, wie der Autor ohne jedes Argument behauptet. Er basiert vielmehr auf einem "philosophischen Materialismus", den man auch als Atheismus oder Agnostizismus bezeichnen kann. Jede Art von Spiritualität wird durch die marxistischen Varianten geleugnet.

23
8

Nachdem die Frankfurter Schule erkannt hat, dass, wie im Beitrag oben erwähnt, der Marxismus nicht über die Arbeiterklasse zu transportieren sei, setzte man auf MINDERHEITEN und auf tatsächlich oder vermeintlich diskriminierte Gruppierungen. Diese müssen daher unantastbar sein und deshalb wurde die Political Correctness erfunden. Als Art Feindbild wurde der gesunde weiße Mann definiert. Er soll zur Witzfigur mutieren, siehe TV-Werbung, Grimassen schneidende Blödmänner in TV-Shows, oder der Blödelbarde als neues Vorbild. Ganz im Gegensatz zu den in TV-Serien uns ständig präsentierten „Powerfrauen“, von denen wir uns tagtäglich zuschnattern lassen müssen. Dass die natürlich alle kinderlos und alleinstehend sind, versteht sich von selbst.
Dass diese kulturmarxistische Ideologie, die sich jetzt im Westen wie ein Krebsgeschwür ausbreitet, gesellschaftspolitisch nicht den eingewanderten Bereicherern aufgenötigt wird, ist wohl der beste Beweis dafür, dass man es UNS nicht „gut meint“, sondern, dass es ausschließlich darum geht, die Gesellschaft im Sinne der Eliten umzubauen:
Beim Neuankömmling nämlich wird dann der Schalter wieder von Softie auf Macho und von kinderloser Powerfrau auf gehorsame Gebärmaschine umgelegt und wir alle müssen das dann beklatschen, sonst haben wir am Ende irgendeine "Phobie" (Xenophobie, Islamophobie), also schon wieder einen psychischen Defekt.
Dass politische Parteien, die nicht auf diesen Zug aufspringen wollen, von den Eliten geradezu verteufelt werden, ist logisch. Für uns stellen diese Parteien jedoch die letzte Hoffnung dar, nicht in einer brutalen Gesinnungsdiktatur aufzuwachen.
In DE die AfD und in Ö die Partei der Freiheitsliebenden zu wählen, ist somit reiner Selbstschutz.

13
17

sind jene, dass die traditionelle westliche Kultur (Familie, Traditionen etc.) und das Christentum, zerstört werden sollen.
▶Hören Sie sich dazu bitte Prof. DI Peter Gerdsen an! Besonders herausragend ist sein id Tiefe blickendes Buch „Das moralische Kostüm geistiger Herrschaft - Wie unter dem Deckmantel der Moral Macht ausgeübt wird“ – absolut LESENSWERT! http://peter-gerdsen.homepage.t-online.de/
▶TREFF am KREUZ: Social Engineering und "Gender-Mainstreaming"(Sendung #350) mit http://mp3.treff-am-kreuz.de/20140802_Gesamt_SG&GM_Prof-P-Gerdsen.mp3
▶Veränderte Denkstrukturen als Folge des Abfalls von Gott (Sendung #347) http://mp3.treff-am-kreuz.de/20140621_Prof-P-Gerdsen.mp3
▶Zu empfehlen sind auch die beiden Teile von: Christenheit ud Schweigespirale #332 + 333: http://www.treff-am-kreuz.de/index.php?id=archiv Prof. Gerdsen spricht in seinen Kontexten d Verschachtelung der MSM, diesen „Kultur-Marxismus“, mit allen Weltintstituionen an.

15
15

Dazu gesinnt sich Michail Gorbatschow der durch seine Reformpolitik von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) als Verräter und Totengräber des riesigen Landes gilt.

2
0

wenn Sie ihn als Verräter,als jemanden darstellen wollen,dessen Ziel es war den kranken Ideen der Apologeten der verkommenen "Frankfurter Schule" zuzuarbeiten.
Natürlich ist der persönliche Standpunkt für die Sicht u.Beurteilung,ob z.B.etwas dienlich ist,nutzt u.persönlichen Vorteil bringt,oft ausschlaggebend. M.G.suchte,nach meiner Meinung,die Annäherung an "den Westen",obwohl er wohl wußte,daß dies der kommunistischen UdSSR abträglich sein würde- doch die Hoffnung durch Annäherung an "den Westen" u.friedliche Koexistenz des neuen Russland mit ihm waren wohl u.a.Triebfeder für seinen lobenswerten Schritt.Daß "der Westen" später Gorbatschows Glauben,Zuversicht u.- vor allem- sein Vertrauen in so schändlicher Weise mißbrauchen würde,konnte u.wollte er sich wohl,wie viele hoffnungsvolle "Westbürger" ebenfalls,nicht vorstellen.
M.G.war zwar verantwortlich für den Politikwechsel,das heutige Rußland hat jedoch der
hemmungslose,kriegslüsternde USamerik.geführte Westen zu verantworten.

24
16

die beschönigenden Erklärungen dazu auch immer herbeigezogen werden, alle sog. "Ideologien" sind nichts als Werkzeuge zur Unterdrückung des bzw. der Menschen.
.
Allerdings gehören dazu immer zwei Teile: Die Unterdrücker und die Unterdrückten.
Um aus diesem Kräftefeld einigermaßen ungeschoren herauszukommen, braucht es Hausverstand, Bildung, Intelligenz und Führung. (in dieser Reihenfolge)
.
Womit im Grund alles erklärt wäre.