Wie der "Kurier" die deutliche Steigerung von Ausländer-Gewalt schönredet | Unzensuriert.at

Wie der "Kurier" die deutliche Steigerung von Ausländer-Gewalt schönredet

Gewalttaten haben in Österreich heuer um beachtliche zehn Prozent zugenommen - Schuld daran sind laut einem "Experten" im "Kurier" die "jungen Männer". Foto: Kurier vom 29.12.2016, Seite 7
Gewalttaten haben in Österreich heuer um beachtliche zehn Prozent zugenommen - Schuld daran sind laut einem "Experten" im "Kurier" die "jungen Männer".
Foto: Kurier vom 29.12.2016, Seite 7
30. Dezember 2016 - 12:28

Manchmal entlarven sich die System-Medien schneller als Lügner, als sie das selbst bemerken: Berichtete nicht erst am Mittwoch der Kurier in einem ermüdend langen Sermon eines Herrn Karl Oberascher von bösen, rechtspopulistischen Foren wie unzensuriert.at, die es wagen, über jeden Zweifel erhabene Wahrheitsverbreiter wie den Kurier als „Lügen- oder gar „Lückenpresse“ zu bezeichnen.

Nur einen Tag später, am Donnerstag, lautete der Blattaufmacher des Kurier: „Wieder mehr Gewalt in Österreich“, im Untertitel hieß es gar „Polizisten, Soziologen und andere Experten sehen Zusammenhänge mit dem Flüchtlingsstrom.“ A, geh? Rund 44.000 Gewaltverbrechen werden heuer in Österreich erwartet. Gar um rund zehn Prozent sollen laut dem Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, diese Verbrechen gegenüber dem Vorjahr zugenommen haben. Es betreffe vor allem „junge Männer aus Regionen mit Gewaltvergangenheit“.

Kein Hinterfragen der wahren Hintergründe

Soweit, so klar. Was die verantwortlichen Kurier-Autoren aber dann tun, passt genau ins Schema der üblichen Beschwichtigungs- und Verharmlosungsberichte, wie wir sie von System-Medien wie dem Kurier kennen: Es wird nicht etwa der ineffektive Grenzschutz Österreichs bzw. der EU angeprangert, es wird nicht näher hinterfragt, warum es unserem Ankündigungs-Minister Sebastian Kurz (ÖVP) noch immer nicht gelungen ist, etwa mit den Maghreb-Staaten wirksame Abschiebe-Abkommen zu beschließen. Es wird auch nicht hinterfragt, warum vor allem junge, kriminelle Asylwerber meistens mit einer „Bedingten“ davonkommen, anstatt das Strafgesetzbuch angemessen auszuschöpfen.

Schuld sind pauschal "die jungen Männer"

Nein. Es wird vielmehr ein Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl gefunden, der allen Ernstes sagt: „Wenn mehr junge Menschen da sind, gibt es mehr Gewalt. Wenn man Gewalt abschaffen will, dann muss man junge Männer abschaffen. Wir gehen aber von einem geringen Niveau aus. Wir sind immer noch in einem zivilisierten Bereich.“ 44.000 Gewaltverbrechen sind also ein „geringes Niveau“, eine zehnprozentige Steigerung „im zivilisierten Bereich“.

Einen gröberen Unsinn kann man gerade zu einem solch sensiblen Thema kaum verzapfen (bzw. abdrucken). Herr Kreissl und seine Sprachrohre beim Kurier sehen es also quasi als biologisch vorgegebene Tatsache, dass „junge Männer“ eben gewalttätig sind. So wie Pubertierende halt Pickel und Stimmbruch haben. Und je mehr davon da sind, wird dann halt umso mehr bedroht, überfallen, geprügelt, getreten, abgestochen, vergewaltigt oder umgebracht. That’s life.

Gewalt-Steigerung ausschließlich durch Migranten und Asylanten

Dass es sich bei den Tätern fast ausnahmslos um Migranten oder Asylwerber handelt, wird geflissentlich unter den Teppich gekehrt, denn sonst müsste es ja heißen: Man muss ausländische junge Männer ab- oder besser gesagt aus dem Land schaffen. Und das ist dann schon etwas konkreter – und auch durchaus machbar, wenn man wollen würde.

Dass die Gewalttäter sich nahezu ausschließlich aus „Schutzsuchenden“ rekrutieren, weiß die Polizei natürlich. Darf es aber nicht laut sagen oder etwas Effektives dagegen tun. Und wenn doch, werden die mühsam Festgenommenen von der Justiz wieder laufen gelassen. Auch Herr Kreissl und selbst die noch immer mit Scheuklappen durchs Weltgeschehen stolpernden Kurier-Schreiber wissen es – dürfen es aber auch nicht laut sagen oder gar schreiben, und wenn doch, dann gewaltig verwässert oder verharmlost. Irgendein „Experte“ ist zur Untermauerung selbst der krudesten Thesen immer aufzutreiben.

Gegen-Check in Krone: Sechs Straftaten durch Ausländer

Wie zum Gegenbeweis finden sich in der Abendausgabe der Freitags-Krone allein sechs Berichte über Gewalt- oder andere Verbrechen durch Migranten oder Asylwerber (die sich im Kurier allerdings nicht in dieser Form finden).

„Sissy Böhm aus Koma erwacht“. Die Tochter des Schauspielers Karlheinz Böhm („Sisi“-Filme) und zwei andere Frauen wurden von einem 25-jährigen Kroaten brutal zusammengeschlagen und teils vergewaltigt. Sie liegt schwer verletzt in einer Innsbrucker Klinik.

„Messerwurf in Jugendheim“ – 15-jähriger Somalier griff Mädchen und Betreuerin in einem Wohnheim in Wien-Währing an.

„Taschendiebinnen in Favoriten“ – Zwei bulgarische Frauen trieben in einem Supermarkt in Wien-Favoriten ihr Unwesen.

„Parksheriff sprengte Drogenring“ – Er entdeckte in Wien ein verdächtiges Auto, in dem acht Kilo Marihuana lagen. Täter: eine amtsbekannte, serbisch-albanische Drogenbande.

„Asylwerber (22) stach auf Bibelforscherin ein“  nachdem diese in einem Asylwerberheim in Vöcklamarkt, Oberösterreich, aus der Bibel vorgelesen hatte.

„Westbahnhof: Situation ist unerträglich“ – Die Krone hat sich die Arbeit gemacht, mit den Unternehmern im Bahnhofsareal zu sprechen. Diese fühlen sich massiv bedroht und in ihrer Existenz gefährdet, weil es nahezu täglich vor ihren Geschäften zu Gewalttaten (durch Ausländer) kommt, zuletzt etwa am Dienstag, als bei einer Massenschlägerei mehr als 20 Afghanen und Tschetschenen aneinander gerieten, unzensuriert.at berichtete. 22 Unternehmer haben sich heuer bereits mittels Petition an die Polizei gewandt – doch viel geändert hat sich nicht. Aus Rache wurden bei (zumindest) einem Geschäft sogar Ziegelsteine und andere Dinge durch die Auslagenscheiben geworfen.

Unterschiedliche Sicht auf multikriminelle Lage in Österreich

So unterschiedlich kann man also die multikriminelle Lage in Österreich sehen und darüber berichten. Dabei kann man der Kronen Zeitung nicht einmal eine besondere Nähe zu „rechtspopulistischen Kreisen“ nachsagen (eher schon zur SPÖ). Immerhin kann man daraus aber recht genau ergründen, wo Kurier & Co. ideologisch stehen. Mit seriösem, unabhängigem Journalismus hat das nur noch entfernt zu tun.

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