Arbeitsmarkt: Österreichs Problem sind die Ausländer

Das Arbeitsmarktservice hat immer stärker mit Ausländerarbeitslosigkeit zu tun.  Foto: © AMS / Petra Spiola
Das Arbeitsmarktservice hat immer stärker mit Ausländerarbeitslosigkeit zu tun.
Foto: © AMS / Petra Spiola
3. Januar 2017 - 10:56

Österreichs Arbeitsmarkt hat ein Ausländerproblem. Das belegen die jüngsten Zahlen der Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) für den abgelaufenen Monat Dezember. Ende Dezember 2016 waren laut AMS insgesamt 471.169 Personen als arbeitslos gemeldet. Davon hatten allein 145.596 (30,9 Prozent) keine österreichische Staatsbürgerschaft.

Während die Arbeitslosigkeit bei Inländern gegenüber Dezember 2015 um 11.961 Personen gesunken ist (-3,5 Prozent), stieg sie bei den Ausländern um 7.695 Personen gegenüber dem Vorjahr 8+5,6 Prozent). Dabei sind 90 Prozent der seit 2015 im Rahmen der Asylwerber-Masseneinwanderung nach Österreich gekommenen Ausländer noch gar nicht beim AMS als arbeitssuchend registriert. 

Wien bleibt Krisengebiet

Und wie in den vergangenen Monaten ist Wien auch im Dezember 2016 das arbeitsmarktpolitische Krisengebiet Nummer eins. Aktuell sind 167.747 Arbeitslose in der Bundeshauptstadt registriert, was einem Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit von 35,6 Prozent entspricht. Dabei leben nur zwanzig Prozent der österreichischen Bevölkerung in der Hauptstadt.

Bei den Schulungsteilnehmern ist die Wienlastigkeit ebenfalls evident: Von insgesamt 60.740 AMS-Schulungsteilnehmern sind 25.034, das sind 41,2 Prozent in Wien zu Hause. Ebenso klar fällt auch das Ausländer/Inländer-Verhältnis bei den AMS-Schulungsteilnehmern im abgelaufenen Monat aus. So sind nicht weniger als 22.004 der Teilnehmer von AMS-Schulungen oder 36,2 Prozent ohne österreichische Staatsbürgerschaft.

Den roten Sozialminister Alois Stöger (SPÖ), aufgrund der Massenarbeitslosigkeit längst der Minusmann der Bundesregierung, scheint dies jedenfalls nicht zu stören, eine sektorale Schließung des Arbeitsmarkts zum Schutz heimischer Arbeitnehmer etwa denkt er nicht einmal an.

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