Die Grünen beklagten sich in Vorarlberg über eine Geschlechtertrennung bei einer türkischen Demo.

Foto: Bild: Burak Su - Gezi parki / wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Geschlechtertrennung bei radikaler Türkendemo: Grüne flippen aus

Während einer Demonstration in Vorarlberg von radikalen türkischen Verbänden kam es zu einem Eklat mit den Grünen. Die Kundgebung für die Opfer des Kriegs in Syrien wurde nämlich nach Geschlechtern getrennt, wie nun der Grünen-Klubobmann Adi Gross in einem offenen Brief kritisierte. Die österreichischen Vorfeld-Organisationen der türkischen Erdogan-treuen Partei AKP rechtfertigen sich aber.

Grüne haben Angst vor Migranten

Die Demonstration im Dezember sei nur darum nach Geschlechter getrennt gewesen, weil im Zuge der völlig friedlichen Aktion auch das islamische Totengebet gesprochen werden sollte. Dieses sieht, so wie alle Gebete, eine strenge Trennung von Mann und Frau vor.

Weil sich die Grünen von dem radikalen Verhalten auf österreichischem Boden vor den Kopf gestoßen fühlten, wandte sich deren Vorarlberger Klubobmann in einem Brief an den Organisator Evren Akkus (Union Europäisch-Türkischer Demokraten). Die Aktion sei „eine Provokation gegen die Gleichheit der Geschlechter“, zitiert die Junge Freiheit daraus. Die Anhänger der "Friedens- und Grünenszene" seien schockiert.

Von einem Grünen Abgeordneten haben sich die radikal-islamischen Gruppierungen wie etwa die AKP-Nahe UETD, die muslimische Atib oder die Österreichische Islamische Föderation aber mehr erwartet: „Wir hätten von einem Grünen-Abgeordneten wie Sie erhofft, daß er verschiedene Kulturen und Religionen zumindest versucht zu verstehen“, ließ Akkus den Grünen Gross wissen.

Flaggenmeer im Alpenland

Zeitgleich fragte er ihn in einem Antwortschreiben auch, ob denn nun sogar die Grünen Angst vor Migranten in Österreich hätten. Bei der Demonstration wurden nach Angaben der Grünen nur türkische Flaggen geschwungen, die Veranstaltung habe als reiner Vorwand für radikale türkische Positionen gedient.

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