Fake News Wochenschau: Ein Hakenkreuz muss her - notfalls ein syrisches!

Ein Hakenkreuz auf einem Asylheim - Wer es geschmiert hat, erfährt man nur im Artikel rechts. Foto: Screenshots www.welt.de
Ein Hakenkreuz auf einem Asylheim - Wer es geschmiert hat, erfährt man nur im Artikel rechts.
Foto: Screenshots www.welt.de
6. Januar 2017 - 10:00

Erst zwei Ausgaben sind von der Fake News Wochenschau erschienen, und schon wurde die Serie selbst in den Mainstream-Medien thematisiert – konkret von Fabian Schmid im Standard, mit dem uns die Zusammenarbeit stets besonders große Freude bereitet.

In Ausgabe drei erfahren Sie, wie sich Fakten ganz einfach weg-„analysieren“ lassen, wie durch ständige Wiederholung auch Dreck besser hängenbleibt und wie man auch eine propagandistisch eher schwache Geschichte mit einem guten Foto retten kann.

Die Welt, „Bis kurz vor Jahresende 921 Übergriffe auf Asylunterkünfte“, online seit 28. Dezember 2016

Nachdem auch das Verwenden von falsch zugeordneten Fotos schon immer zum Repertoire von Wahrheitsverdrehern gehörte, sollten wir uns nicht wundern, wenn die Lügenpresse speziell rund um das Thema „Flüchtlinge“ sich dieser Methode bedient. Aus dem genannten Welt-Artikel geht keineswegs hervor, dass die Übergriffe von „Rechten“ begangen worden wären. Das Wort „Nazi“ kommt im Text kein einziges Mal vor.

Aber die matte Aussage lässt sich kaschieren, wenn man dazu einfach ein Foto mit Hakenkreuz setzt. Und in Ermangelung von „Originalen“ durch Neonazis bedient man sich eines Fotos, welches die Welt bereits am 10. April 2016 verwendet hat. Damals allerdings  lautete die Überschrift jedoch: „Syrer gesteht Brandlegung mit Hakenkreuz-Schmiererei“.

Dass auch die Berliner Morgenpost sich desselben Fotos zur Illustration ihres Artikels über Attacken auf Asylheime bedient, beweist, dass es sich hier um eine konzentrierte Verleumdungsaktion der gleichgeschalteten Medien handelt. Selbst bei Radio Bamberg findet sich dieses Foto, das von der Deutschen Presseagentur dpa zur Verfügung gestellt wird.

Ein Wahrheitsministerium würde man da nicht brauchen, um zu erfahren, welche der unterschiedlichen Foto-Botschaften der Realität entspricht, doch hätte eine von Linken und Eliten herbeigesehnte Kommission zur Wahrheitsfindung in der Redaktion der genannten Medien ein reiches Betätigungsfeld.

Kronen Zeitung, „Für die Parteien kein Jahr zum Verschnaufen“, Analyse von Peter Filzmaier, online seit 31. Dezember 2016

Zu den hartnäckigsten Falschmeldungen gehört die Behauptung, dass die FPÖ keine „glaubwürdigen Konzepte“ zur Lösung der Probleme im Land habe. Das liest sich dann aus der Feder des regelmäßig für die Krone schreibenden „Politik-Experten“ Filzmaier so:

Strache ist es gelungen, jede Debatte mit dem „Ausländerthema“ zu überlagern. […] Was er vergessen hat, sind glaubwürdige Konzepte. […] Das kommende Jahr müsste für den Möchtegern-Kanzler also der inhaltlichen Weiterentwicklung dienen.

Da muss man sich schon fragen, wenn da wirklich keine Konzepte vorliegen, warum dann die Herren Christian Kern und Sebastian Kurz geradezu einen „Papageienwettlauf“ veranstalten, wer den besseren Strache-Nachplapperer abgibt. Minister Kurz ist beispielsweise gerade dabei, die außenpolitische Konzeption der FPÖ gegenüber Russland Punkt für Punkt zu übernehmen. Auch ein Besuch in der Ostukraine ist geplant. Für dieselben Vorschläge und den Moskauer Besuch einer Delegation der Partei der Freiheitslieben gab es zuletzt nur Spott und Hohn für HC Strache – gerade in der Kronen Zeitung, die Kurz feiert.  

Siehe: Neu auf unzensuriert.at: Fake News Wochenschau

Dass die vier FPÖ-Abgeordneten im EU-Parlament die einzigen aus Österreich waren, welche rechtskonform (aufgrund des Neutralitätsgesetzes im Verfassungsrang) gegen die schädlichen Sanktionen stimmten, sei nur am Rande erwähnt.

Der Standard, “Was tun gegen Fake-News als politische Waffe, Kolumne von Hans Rauscher, online seit 31. Dezember 2016

Wie bereits  in unserer letzten Fake News Wochenschau erwähnt, wird die FPÖ von einer dubiosen "Initiative" bezichtigt, besonders viele Fake News zu verbreiten. Beweise kann man natürlich nicht vorlegen, aber wie es dem Wesen der Mainstream-Presse entspricht, hindert das die dort agierenden Journalisten nicht, diese Unterstellungen aufzugreifen.

Siehe: Fake News Wochenschau: Unseriöse Quellen im Kampf gegen angebliche Falschmeldungen

Nach Fabian Schmid setzt nun Hans Rauscher nach, ganz unter dem Motto, dass schon etwas hängen bleiben wird, wenn man immer wieder dieselben Unwahrheiten wiederholt. Eine Methode, die übrigens bereits das Propagandaministerium der Nazis „erfolgreich“ anwendete.

Rauscher beruft sich in seiner Kolumne ebenfalls auf "Hoaxmap" und entblödet sich nicht, als Beweis für die FPÖ-Bewerfung erneut, wie bereits Fabian Schmid, stichwortartig die „Gratishandys für Asylwerber“ anzuführen. Und das, obwohl seitens der Partei der Freiheitsliebenden niemals Derartiges behauptet wurde. Das Gegenteil war der Fall: Um eben - im Gegensatz zum Standard - seriös und wahrheitskonform zu informieren, erlaubten sich die Freiheitlichen, per parlamentarische Anfrage zu ergründen, ob an den Gerüchten mit den Gratis-Handys und der Bezahlung der Bahnhofklatscher etwas dran sei. Letzteres hat sich übrigens als richtig erwiesen.

Hier die Links zu den beiden parlamentarischen Anfragen, welche als das Verbreiten von "Fake News" dargestellt werden: 

wandere aus, solange es noch geht

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