Michi gegen Michi: Streit um Stadtratsposten in der Wiener SPÖ eskaliert

Beim SPÖ-Sommerfest noch Seite an Seite, könnten sich die Wege von Michael Häupl und Michael Ludwig nun trennen. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Beim SPÖ-Sommerfest noch Seite an Seite, könnten sich die Wege von Michael Häupl und Michael Ludwig nun trennen.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0

Von "anonymen Heckenschützen", "Flügelkämpfen" und "Ablöse-Spekulationen" ist die Rede - es geht wieder heftig rund in der Wiener SPÖ, wo sich jetzt, nachdem Bürgermeister Michael Häupl öffentlich Personalrochaden ankündigte, ein mediales Duell zwischen ihm und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig zuspitzt. Unterstützer von Ludwig nehmen sich kein Blatt vor den Mund.

Regierungsumbildung im Jänner

Der durch die Weihnachtsfeiertage kurzfristig ausgesetzte Machtkampf der Roten wurde ausgerechnet durch ein Interview ihres Vorsitzenden Häupl wieder entfacht. Seine Ankündigung, noch im Jänner sein Regierungsteam umbilden zu wollen, gab Spekulationen reichlich Nahrung. Denn er sagte nicht, wen er weiterhin lieb haben wird und wen nicht.

Zuletzt standen vor allem Sonja Wehsely (Gesundheit und Soziales), Renate Brauner (Finanzen und Wirtschaft) und Sandra Frauenberger (Bildung und Integration) in parteiinterner Kritik und - so vermuteten viele - zur Disposition. Wen wunderts, bei all den Spitals- und Finanzskandalen in der Stadt.

Ablösegerüchte um Wohnbaustadtrat Ludwig

Aber plötzlich werden auch Ablösegerüchte um Wohnbaustadtrat Michael Ludwig laut. Weshalb Unterstützer des Floridsdorfer Bezirksparteichefs mit scharfen Geschützen auffahren. Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Hietzinger SPÖ-Bezirksparteiobmann Gerhard Schmid sagte gegenüber dem Kurier:

Die Frage, ob Ludwig weiter Mitglied der Stadtregierung bleiben soll, ist nicht verhandelbar. Aufgrund seines Charakters, seiner Intellektualität und seiner Grundwertefestigkeit ist Ludwig für höchste Positionen in der SPÖ qualifiziert.

Denkbar für Schmid wäre ein Wechsel von Ludwig in ein noch prestigeträchtigeres Ressort. Zuletzt sei von manchen in der Partei versucht worden, Ludwig in ein schlechtes Licht zu rücken. Ex-Landesparteisekretär Christian Deutsch meinte in der Kronen Zeitung gar, dass es „anonyme Heckenschützen“ auf Ludwig abgesehen hätten.

"Heckenschützen" aus dem Umfeld von Kern?

Ob die "Heckenschützen" aus dem Umfeld von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern kommen? Jedenfalls wurde die Chemie zwischen Ludwig und Kern gestört, als Kern quasi eigenmächtig seine Kabinettschefin Maria Maltschnig zur Direktorin des Renner-Insituts machte, der Kurier berichtete am 14. Oktober:

Die Nachbesetzung des Direktorspostens sorgt in der Partei für Verwerfungen. Stadtrat Ludwig ist wegen des Bestellungsprocederes empört. Im KURIER beklagte er, dass klar gewesen sei, dass Maltschnig Direktorin wird, bevor die dafür zuständige "Findungskommission" getagt hatte (der KURIER hatte vorab berichtet, wer das Rennen macht). In dieser sitzen Institutspräsident Alfred Gusenbauer, Vize-Direktorin Barbara Rosenberg, Niedermühlbichler und er. Aus Protest blieb Ludwig am Donnerstag der Kommissionssitzung fern: "Wenn schon feststeht, wer das wird, ist meine Mitwirkung unnötig, hinfällig."

Die parteiinternen Auseinandersetzungen werden sicherlich am 20. und 21. Jänner weitergeführt, wenn eine Vorstandstagung der Wiener SPÖ stattfindet.

 

wandere aus, solange es noch geht

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Kommentare

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Zuerst installieren sie vereint den Bellen, um die Zeit bis 2018 aussitzen zu können. Und dann zerfleischen sie sich? Ausnahmsweise ist das eine frohe Nachricht - endlich Neuwahlen - und diese Partie ist Geschichte. Die Schnarch-Mumie werden wir auch noch überleben. Hoffentlich.

Bild des Benutzers hofrat0509
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Die SPÖ mit ihren korrupten und unfähigen Politikern schafft sich ab. Sie schaffen auch Österreich ab mit ihrer Vorgehensweise bei der Zuwanderung. Gemeinsam mit VdB steuern sie auf ein Kalifat zu.

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....gut gehts denen, sieht man an der Leibesfülle.
Eine Etage höher wäre diese Fülle besser angebracht

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Motto:" Veltliner gegen......!"

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Diese "Flügelkämpfe" zeigen auch, dass sich die SPÖ in einer ideologischen Krise befindet. Klar sichtbar und akut wurde dies aber erst durch den Massenansturm von Flüchtlingen. Bis dahin konnte man sich mehr oder weniger immer einigen, zumal die marxistische Rhetorik ohnehin im theoretischem Bereich blieb. Gewissermaßen wurde bis dahin bei Champagner und Kaviar über die "Befreiung des Proletariats" politisiert.
Der schwerwiegendste Fehler war, dass man die Anti-FPÖ Haltung mit einer politischen Ideologie verwechselt hat, wodurch faktisch ein politisches Vakuum entstanden ist. Im Ernstfall, so wie 2015 gab es daher nicht den den geringsten Ansatz einer sinnvollen politischen Lösung. Nun stehen die Genossen zwischen der FPÖ und der Massenzuwanderung - "between the devil and the sea" - viel Spaß!

Bild des Benutzers gramaier
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aba de Genossen fangen eam scho auf

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Beim Anblick dieser "KINDERFREUNDE" versteht wohl jeder,
warum die SPÖ eine Wahl nach der anderen gewinnt...

Bild des Benutzers wakeup
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http://diepresse.com/home/panorama/wien/547462/Islam_Goldenes-Ehrenzeich...
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Schakfeh führte im Ö. Islamunterricht das Schulbuch des Hetzers Yusuf Al-Qaradawi eingeführt. Darin enthalten: Hetze gegen J.uden, Ungläubige, Frauendiskriminierung!
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Hier die ganze islamische Hetzschrift!
de.scribd.com/doc/4447099/Erlaubtes-und-Verbotenes-im-Islam-Jusuf-al-Qaradawi
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--- EIN NÜRNBERG 2.0 WIRD KOMMEN! ---

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IGGiÖ Schulbuch S.105:
Ungläubige:
"Ein Muslim muß solche Leute verabscheuen und ihnen um Allahs Willen feindlich gesinnt sein."
http://bit.ly/2jmu7D6

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Neues aus dem Irrenhaus Deutschland:
"Die investigative Investigativredaktion des SPIEGELs hat nun den ersten Betroffenen aufgespürt, der von diesem Erlaß profitiert. Er heißt Nuri Habib, ist 16 oder 27 oder 37 Jahre alt oder etwas älter und kommt aus Afghanistan oder Pakistan oder Iran oder Sudan oder Syrien oder von anderswo her und reiste 2016 als Flüchtling nach Deutschland ein. Schnell wurde der gegenwärtig arbeitslose Hardware-Ingenieur für den automotiven Bereich – Batterie Management Systeme von den Behörden in die hiesigen Verhältnisse integriert. Nach Angaben seines Betreuers Olaf Heinzel von der Flüchtlingsinitiative „One-Teddy-for-one-Nigger e. V.“ wird er schon in drei Jahren seinen Grundschulabschluß nachholen und eine Frührente wegen Rückenschmerzen beantragen. Das könne man nicht von allen Schutzbedürftigen sagen, so Heinzel stolz weiter."
http://der-kleine-akif.de/2017/01/05/wiedergutmachung-auf-brandenburgisch/

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